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Erhährungsberatung und mentales Training


Richtig essen will gelernt sein

Für viele Krankheiten macht die Wissenschaft Ernährungsfehler mit verantwortlich. Richtig essen und trinken kann man lernen und damit auch dem Gehirn einen Gefallen tun. Ökotrophologin Barbara Hilche aus Königswinter setzt dabei auf eine Kombination aus Ernährungsberatung und einem Emotion-Coaching-Programm für eine Verbesserung des Selbstwertbildes.

Barbara Hilche aus Königswinter setzt auf eine Kombination aus Ernährungsberatung und mentalem Training.
Bild: Presseagentur Funk/mc

Jahrelang arbeitete sie als Projektmanagerin in einem Consultant Unternehmen und entwickelte am Computer Programme. 2005 stand für Barbara Hilche aber fest, wieder mehr mit Menschen arbeiten zu wollen und sie machte sich mit einer Praxis in Königswinter selbstständig. Einen Schwerpunkt bildet die Ernährungsberatung, die in vielen Fällen auch von den Krankenkassen bezuschusst wird.

Hilche bietet keine speziellen Ernährungsformen an, richtet sich nach den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. „In vielen Fällen haben sich Verhaltensformen wie etwa zu schnelles Essen eingeschlichen. Ich versuche das gemeinsam mit dem Patienten zu ändern. Er soll ein neues Bewusstsein erlangen und aktiv beteiligt sein.“

Zunächst ist es wichtig zu erforschen, was an Nährstoffen fehlt. „Wenn es erst in letzter Zeit zu einer unerklärlichen Gewichtszunahme gekommen ist,  suchen wir nach den Ursachen. Dabei spielen die Schilddrüse, mehr Stress, andere Essgewohnheiten, weniger Sport oder zu spätes Essen eine Rolle“, erklärt sie das Vorgehen.

„Muster im Gehirn müssen verändert werden. So stehen oft Süßigkeiten und Alkohol für Nettigkeiten, mit denen man sich verwöhnen will. Diät wird auch oft mit darben verwechselt. Dabei soll Essen immer Genuss bedeuten.“

Oft nur Kleinigkeiten austauschen

Mit den Patienten geht sie auch die Lieblingsgerichte durch, oft müssen nur Kleinigkeiten ausgetauscht werden, damit sie lecker und aber auch gesund sind. „Bei Spaghetti Bolognese etwa wird das Hack durch fettärmeres Tartar ersetzt, statt Sahne als Geschmacksverstärker werden Kräuter beigefügt“, erklärt die Expertin an einem einfachen Beispiel.

Ein häufiger Fehler sei übrigens zu wenig Fett. Barbara Hilche rät dazu ebenso wie die DGE, in der Woche mehrfach Fleisch oder Fisch in moderaten Portionen auf den Speiseplan zu setzen.

Bedeutend in der Beratung von Menschen, die sich falsche Ernährungsweisen angeeignet haben, ist auch ein mentales Training. „Oft werden die von vorherigen Generationen übernommen.“ So weiß man, dass Babies, deren Mütter unterernährt waren, später zu Übergewicht neigen. Auf die Verhaltensmuster einzugehen bringt nach den langjährigen Erfahrungen von Barbara Hilche sehr gute Erfolgsquoten.

Die Psyche spielt eine große Rolle. Umgekehrt hat die Ernährung Einfluss sogar auf die Hirnleistung. „Viel zu häufig speziell bei älteren Menschen, aber auch bei Jugendlichen wird zu wenig getrunken. Mindestens zwei bis drei Liter sollten über den Tag verteilt zu sich genommen werden.“ Ab etwa drei Prozent Flüssigkeitsverlust sei auch die geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigt.

Wichtig für die Konzentration sind sogenannte Brainfoods, dazu zählen  Omega3-Fettsäuren-haltige Nahrungsmittel wie Fisch, Traubenzucker als Abbauprodukt aus Kohlenhydraten, Vitamine und Mineralstoffe. Hervorzuheben sind dabei Vitamin B1, B6, B12 und Magnesium. Der Tipp von Barbara Hilche: Als Snack beim Fernsehen und zwischendurch wirken Nüsse, Samen und Getreidekörner als wahres Powerfood.

Nach der Umstellung ihrer Ernährung berichteten viele ihrer Patienten, dass sie sich fitter und leistungsfähiger fühlten. Fünfmal übernehmen Krankenkassen die Beratungseinheiten, manche Patienten stellen aber schon nach dem zweiten Mal fest, dass es funktioniert.

Weitere Informationen: www.barbara-hilche.de (mc)

 

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