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Marken des Alltags: Whiskas


Schokoriegel und Katzenfutter

„Katzen würden Whiskas kaufen!“ – Mit diesem Satz schuf die Katzenfutter marke Whiskas bereits im Jahr 1963 einen Slogan, der über die nächsten 40 Jahre in der Werbung eingesetzt wurde. Bis heute verbinden Millionen von Konsumenten die Futtermarke mit diesem Ausspruch – obwohl die Werbebotschaft inzwischen schon zweimal geändert wurde: Zunächst in „Katzen kennen den Unterschied“ und später in „Ich liebe meine Katze“.

Die Katzennahrung der Marke Whiskas ist seit 1962 in Deutschland auf dem Markt.
Bild: Mars Petcare

Der US-Konzern Mars stellt nicht nur beliebte Schokoriegel wie Snickers und Twix („Raider heißt jetzt Twix …“) her, sondern ist mit Marken wie Pedigree, Frolic, Sheba und Whiskas auch Weltmarktführer für Hunde- und Katzenfutter. Der heute in dritter Generation im Familienbesitz befindliche Nahrungsmittelproduzent wurde 1911 von Frank C. Mars gegründet. 1923 kreierte er seinen ersten Schokoriegel „Milky Way“.

Um sich ein zweites Standbein neben den Schokoriegeln zu schaffen, wandte sich Forrest E. Mars, der Enkel des Gründers, im Jahre 1935 der Tiernahrungsproduktion zu. Er kaufte den britischen Hundefutterproduzenten Chappel Brothers Ltd., den Hersteller von Chappi. Bald folgte die Marke Kitekat und 1958 wurde Whiskas in Großbritannien auf den Markt gebracht.

In Deutschland kam die Marke im Jahre 1962 auf den Markt – mit dem Produkt „Leber“ in der Dose. Als zweite Geschmacksrichtung folgte die Sorte „Thunfisch“. 1965 eröffnete Mars in Waltham on the Wolds in der englischen Grafschaft Leicestershire das „Waltham Centre for Pet Nutrition“. Es hat sich bis heute zum weltweit größten Forschungszentrum für Tiernahrung entwickelt. Etwa 200 Tierärzte, -pfleger und Ernährungswissenschaftler erforschen dort die Wirkungsweisen der Ernährung von Haustieren auf deren Gesundheit. Die Erkenntnisse aus Waltham bilden die Basis jeglichen Tierfutters weltweit, unabhängig davon, ob es sich um das Produkt einer Mars-Tochtermarke oder das Erzeugnis eines Konkurrenten handelt.

Im Jahre 1985 kam Whiskas mit seinen Junior-Produkten auf den Markt. Man hatte erkannt, dass Katzenkinder eine andere Nahrungszusammensetzung benötigen als ausgewachsene Tiere. Im gleichen Jahr führte Whiskas den praktischen Portionsbeutel ein: Der Beutel vereinfacht einerseits dem Tierhalter die Futtergabe, andererseits behält die darin aufbewahrte Feuchtnahrung ihre Frische und den vollen Geschmack. Als Pendant zu den Junior-Produkten entwickelte Whiskas Anfang der 1990er Jahre ein ent-
sprechendes Produkt für Vierbeiner ab acht Jahren.

Um neue Kunden für die Marke zu gewinnen, setzt Whiskas in Anzeigen und Werbespots seit Jahren auf eine grau-getigerte Katze der Rasse „silver tabby British Shorthair“. Der hohe Entwicklungs- und Werbeaufwand hat sich nicht nur positiv auf den Whiskas-Marktanteil ausgewirkt – er hatte auch eine weitere, frappierende Wirkung: Die British Shorthair gehört inzwischen zu den beliebtesten Rassen überhaupt.

Markenname geht auf Schnurrhaare zurück

Übrigens: Der Markenname Whiskas basiert auf einer Ableitung des englischen Begriffs „whiskers“ für „Schnurrhaare“. Dementsprechend bestand das Logo auf den ersten Verpackungen aus einem schematisch dargestellten Katzenkopf mit Schnurrhaaren. Im Laufe der weiteren Logoentwicklung verschwanden diese zugunsten einer einfacheren Silhouette. Lila als Markenfarbe wurde erstmalig 1992 in der Werbung eingesetzt. Seit 2002 erstrahlt auch das Logo komplett im inzwischen charakteristischen Whiskas-Lila. (cm)

 

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