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Heimatmuseen zeigen Exponate aus vergangener Zeit


So lebten unsere Ururgroßeltern

Die Kinder und Jugendlichen von heute können sich kaum noch vorstellen, wie ihre Vorfahren einst gelebt und gewohnt haben. Rührige Vereine in der Region wollen die Erinnerungen an die guten, alten Zeiten bewahren und zeigen in kleinen, aber feinen Heimatmuseen Exponate und ganze Lebensräume vergangener Zeiten.

 

In den Heimatmuseen in der Region werden Haushaltsgegenstände aus Uromas Zeiten ausgestellt.
Bild: M. Cramer

So bekommt man im Brückenhofmuseum (Bachstraße 93 in Königswinter-Oberdollendorf), das in einem Fachwerkhaus aus dem 17. Jahrhundert untergebracht ist, einen Einblick in eine Nostalgie-Küche mit vielen Werkzeugen, die heute längst durch moderne Technik ersetzt werden. Ururoma hatte schließlich keinen Strom und musste ohne Staubsauger, Waschmaschine und Kühlschrank auskommen.

Auch das Heimatmuseum in Rheinbreitbach (Hauptstraße 29) ist mit seinen vielen Ausstellungsstücken und Raumszenen immer einen Besuch wert.

Das Heimatmuseum Neustadt-Wied „Wi et fröher wor“ (Hauptstraße 21) zeigt  wie Menschen anno dazumal eingerichtet waren. Liebevoll sind eine gute Stube, Küche und ein Schlafgemach exakt bis ins Detail aufgebaut.

Gleich ein ganzer Komplex ist im Dorfmuseum Niederbreitbach (Herrenhofstraße 2a) mit Haupthaus, Stallungen, Schippen und Remise zu besichtigen.

Im Museumsdorf Altwindeck (Im Thal 17) werden neben Mobiliar und Einrichtungsgegenständen auch interessante Stücke aus der Geschichte der Telefonie, ein echter Postschreibtisch, alte Fahrbahntafeln und ein kompletter Tante Emma-Laden präsentiert.

Im Berufskolleg Troisdorf-Sieglar wartet eine originalgetreue Schulstube aus der Kaiserzeit auf Besucher (Termine nur nach Vereinbarung). Studiendirektor a.D. Joachim Schmidt schuf mit viel Akribie ein Stück Schulgeschichte.

Ein Schmied gehörte früher zu den wichtigen Handwerkern in jedem Dorf, mittlerweile gibt es nur noch wenige. Unter welchen Bedingungen sie einst arbeiten mussten, zeigt „Die alte Dorfschmiede“ aus dem Jahr 1769 in Waldbreitbach (Marktstraße).

Herrschaftlicher geht es auf der Konigswinterer Drachenburg unterhalb des Drachenfelses zu. Der Adel und die Reichen im ausgehenden 19. Jahrhundert lebten mit Prunk und elegantem Interior, wie man ihn hier bestaunen kann. Beeindruckend auch der Blick hinunter ins Rheintal.

Nicht nur Kinder werden ins Staunen versetzt von den schönen Museen der Region. So mancher wird sich an die Wohnung seiner Urahnen erinnern. Möbel und Accessoires aus alten Zeiten erfreuen sich als Ergänzung zu einem modernen Landhausstil, aber auch moderner Einrichtung wieder großer Beliebtheit. (mc)

 

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