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Carla Wilkes setzt mit ehrenamtlichem Engagement auch ein Zeichen


Spaß, Dank und Anerkennung als Lohn

Warum engagieren sich unzählige Menschen ehrenamtlich in Vereinen? Wie sind sie dazu gekommen und was bedeutet das ihnen? Einer dieser Menschen, die seit Jahren einem Ehrenamt nachgehen, ist Carla Wilkes aus Rheinbrohl. Die RWN hat mit der 63-Jährigen über ihre Vereinsarbeit gesprochen.

Carla Wilkes aus Rheinbrohl berichtet, warum sie sich ehrenamtlich engagiert. Bild: PA Funk/msc

Carla Wilkes ist seit 17 Jahren Mitglied im Rheinbrohler Heimat- und Verschönerungsverein (HVV), seit zehn Jahren hat sie dort den Vorsitz inne. „Schon meine Eltern haben sich in Vereinen engagiert. Ich bin sozusagen mit der ehrenamtlichen Arbeit aufgewachsen“, berichtet Carla Wilkes.

Als sie dann vor mehreren Jahrzehnten der Liebe wegen nach Rheinbrohl zog, wurde sie irgendwann angesprochen, ob sie sich nicht im HVV engagieren wolle. Carla Wilkes wollte und betreut nun seit 17 Jahren die Rheinbrohler Weinmajestäten. Bereut hat dies bisher nicht.

Weinköniginnen werden vorbereitet

„Ich bereite die Weinkönigin und ihre Prinzessinnen auf ihre Aufgabe als Rheinbrohler Repräsentantinnen vor. Beispielsweise wie man sich richtig auf einer Bühne bewegt und wie man vor Publikum spricht“, sagt die 63-Jährige. Und natürlich gehört auch Weinkunde zu der Ausbildung, die die Weinmajestäten bei den Hammersteiner Winzern
erhalten.

Apropos Hammerstein: Da es in Rheinbrohl keinen Winzer mehr gibt, haben Rheinbrohl und Hammerstein seit 2011 gemeinsame Weinmajestäten, die alle zwei Jahre neu ins Amt kommen. „Das ist ein schönes Ehrenamt“, findet Carla Wilkes, auch wenn es jedes Mal wieder eine Herausforderung und gleichzeitig eine spannende Aufgabe sei, sich auf die neuen Charaktere der Mädchen einzustellen.

„Aber bislang hatte ich jedes Mal super Teams“, lobt sie. Zwischen 20 und 25 Veranstaltungen sind es übrigens im Jahr, bei denen die Rheinbrohler Weinmajestäten zugegen sind – immer begleitet von: Carla Wilkes.

Daneben kümmert sich der Rheinbrohler HVV, der knapp 300 Mitglieder hat, um die Verschönerung der Rheinkommune, stellt beispielsweise Sitzbänke auf, kümmert sich um Blumenschmuck, pflanzt Bäume und sorgt für die Beflaggung des Ortes.

Eingespieltes Team

„Mein Mann ist ein sehr kreativer Mensch und handwerklich begabt. Dadurch sind wir beiden in Sachen Arbeit für den HVV ein eingespieltes Team. Und ich finde, für die ehrenamtliche Arbeit ist es auch sehr wichtig und hilfreich, dass der Partner mitzieht.“ Überhaupt liege die Vereinsarbeit auch ein bisschen an den Genen, meint Carla Wilkes. „Entweder man ist ein Vereinsmensch, oder eben nicht.“

Die Rheinbrohlerin ist auf jeden Fall einer. Neben ihrer Arbeit für den örtlichen Heimat- und Verschönerungsverein ist sie auch noch Mitglied in der „Vereinigung ehemalige 29er und Förderer des Ehrenmals“, im deutsch-französischen Freundeskreis Rheinbrohl-Bourcefranc und hat ehrenamtlich Flüchtlingen Deutschunterricht gegeben.

„Ich finde es wichtig, der Jugend durch das ehrenamtliche Engagement zu zeigen, dass Arbeit nicht immer bezahlt werden muss und will damit auch ein Zeichen setzen. Der Lohn der Ehrenamtlichen ist dafür der Spaß an der Sache, Dank und Anerkennung – meistens jedenfalls“, sagt Carla Wilkes und schmunzelt.

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