«

»

Pilgerweg führt Wanderer an Kirchen, Kapellen und Klöstern vorbei


Spirituelle Wanderung im Wiedtal

„Spirituell wandern im Wiedtal“ – dies ermöglicht ein rund 25 Kilometer langer Rundweg, der zu verschiedenen Pilgerkapellen und Gebetsstätten in der Verbandsgemeinde Waldbreitbach führt.

Aufnahme_Richard_Hasbach (92) Kreuzkapelle

Die zwei regionalen Franziskaner(innen)-Orden betrachten die Hausener Kreuzkapelle als Wiege ihres kirchlichen Engagements.
Bild: Touristik-Verband Wiedtal

Der Rundwanderweg startet am Marienhaus auf dem Klosterberg der Waldbreitbacher Franziskanerinnen. Zu empfehlen ist dort ein Besuch der Mutterhauskirche mit dem Sarkophag der Seligen Mutter Rosa. Margarethe Flesch, so ihr bürgerlicher Name, war die Ordensgründerin.

Über den Kaltberg geht es hinab zur Hausener Kreuzkapelle, die seit 300 Jahren Wallfahrtskirche ist. Sie ist die Keimzelle der zwei regionalen Franziskaner(innen)-Orden: Die Klosteranlagen in Hausen und Waldbreitbach betrachten die Kapelle als Wiege ihres kirchlichen Engagements.

Von dort geht es über die Wied zur Klosterkirche St. Josefshaus. Sie ist das Mutterhaus des Ordens der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz. Eine über vier Meter hohe begehbare Skulptur vor dem St. Josefshaus steht für die Unübersehbarkeit menschlichen Lebens.

Weiter geht es hinab zum Wiedtalbad und entlang der Wied bis zum Campingplatz Niederbreitbach. Über den Radweg an der L 255 geht es weiter bis zur Clemenshütte und zur Pilgerkapelle von Bürder. Dort wird eine über 600 Jahre alte hölzerne Sitzmadonna aus dem 14. Jahrhundert verehrt. Traditionell pilgern am Tag vor Christi Himmelfahrt Gläubige aus den Pfarreien Wald- und Niederbreitbach nach Bürder, um bei der Madonna die Messe zu feiern.

Am Campingplatz Bürder nutzt man die Fußgängerbrücke und kehrt nach Niederbreitbach zurück. Ehe man ins Fockenbachtal abschwenkt, sollte man noch einen Blick in die Niederbreitbacher Nikolauskapelle am Friedhof werfen. Sie wurde wohl von Benediktinerinnen erbaut. Eine Urkunde über ihr Bestehen liegt erst aus dem Jahre 1393 vor.

Einen Besuch wert ist auch die Stele auf dem neu gestalteten Niederbreitbacher Dorfplatz. Sie erinnert an die Gründer der zwei regionalen Franziskaner(innen)-Orden: Mutter Rosa alias Margarethe Flesch und Bruder Jakobus Wirth. Auf eingelassenen Bronzetafeln werden die beiden Niederbreitbacher Bürger vorgestellt.

Der Rundweg führt weiter zur Mutter-Rosa-Gedenkstätte, die das Jugendteam der Pfarrgemeinden Waldbreitbach / Niederbreitbach im Jahre 2005 im Fockenbachtal errichtet hat. An dieser Stelle betrieb die Familie von Margarethe Flesch einst eine Ölmühle.

Weiter geht es bis zur ehemaligen Glashütte. Dort geht es hinauf zur Wallfahrtskirche „Zur schmerzhaften Mutter“ in Verscheid. Sie spielt vor allem für die Kurtscheider eine große Rolle. Noch heute pilgern sie jährlich am 1. Mai nach Verscheid.

Auf dem Weg zum Startpunkt des Rundwanderweges passiert man auf dem Feldweg nach Glockscheid noch das Luh-Kapellchen, das immer der heiligen Apollonia geweiht war, der man das Vertreiben der Zahnschmerzen nachsagte. (eg)

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.