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Beim Boxen bleiben Männer unter sich


Sport treiben statt Sport gucken

Rugby, Schießsport oder auch Boxen und viele weitere Sportarten zählen bis heute zu den typischen Männersportarten. Dabei darf es dann auch mal ein wenig härter zugehen.

Mma fighter in cage after victory, behind view

Es gibt sie noch im RWN-Land, die Sportarten exklusiv für echte Kerle.
Bild: Fotolia/ pasta77

Es stimme schon, „dass Männer untereinander etwas rauer miteinander umgehen“, sagt Vadim Horst, Trainer vom Box-Ring Westerwald in Altenkirchen. „Aber in unserer Sportart bleibt das auch nicht aus. Boxen ist schließlich kein Kuschelsport.“ Und so ist jeder Mann jeden Alters gerne beim Training gesehen.

Viermal die Woche gibt der Box-Ring Westerwald unterschiedliche Trainingskurse. „Dabei trainieren wir auch Kinder und Jugendliche. Nur Frauen gibt es zurzeit nicht im Verein.“ Und so bleiben die Männer des Box-Rings Westerwald im Gegensatz zu der Jiu-Jitsu Sportgruppe Asahi-Asbach unter sich.

Die waffenlose Selbstverteidigungsart Jiu-Jitsu macht keinen Geschlechtsunterschied. Viermal in der Woche werden in Asbach Trainingseinheiten entweder für Erwachsene oder Kinder angeboten. Auch die ASG-Budosport-Abteilung um den Abteilungsvorsitzenden Klaus Meder bietet Taekwondo-Training für Erwachsene an. „Wir haben mehr Kinder und Jugendliche als Männer“, lacht Meder. „Männer und Frauen trainieren regelmäßig zusammen. Wir konnten feststellen, dass es sogar hilft, die Fertigkeiten besser zu trainieren.“

Ganz anders sieht es bei dem Baseball-Team der Bonn Capitals aus. „Wir haben eigentlich nur Jungs und Männer in den unterschiedlichen Teams. Frauen scheinen sich für Baseball nicht zu interessieren“, meint Sportdirektor Florian Nehring. „Meist spielen Frauen Softball. Da steht ja schon im Namen, dass es ein weniger softer zugeht. Aber Baseball ist ein traditionell männlicher Sport.“ Und so sind auch hier männliche Neuzugänge jederzeit willkommen.

Eine Überraschung halten aber der Rugby-Verein Bonn-Rhein-Sieg sowie die Altenkirchener Schützengesellschaft bereit. „Wir haben 2010 eine eigene Damenmannschaft gegründet“, erzählt Herrentrainer Axel Deurer vom Rugby-Verein. „Aber wir trainieren zu unterschiedlichen Zeiten und auch mit unterschiedlichen Trainern. Das heißt, eigentlich sind wir in den Herrenmannschaften immer noch unter uns. Aber das ist ja auch im Fußball oder Handball so.“

Auch die Schießsportfreunde der Altenkirchener Schützengesellschaft verzeichnen immer mehr Frauen. Zwar dominieren auch hier nach wie vor die Herren der Schöpfung, dennoch steigt das Interesse der weiblichen Schießsportfreunde. „Bei unserem traditionellen Sauschießen in diesem Jahr hat es eine Frau auf Platz 9 geschafft, aber wir können nicht abstreiten, dass Schießsport nach wie vor meistens von Männern betrieben wird“, so Rolf Seyfahrt, Gewinner des Sauschießens 2015.

Als durch und durch männerdominiert erweisen sich hingegen die Mannschaften des American Football-Teams Westerwald Giborim. Sowohl in den Jugendmannschaften als auch in der 1. Mannschaft machen sich ausschließlich Männer topfit.

 

 

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