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Schüler entwickeln clevere Geschäftsidee


Strahlenschutz für die Hosentasche

Auch wenn einem Schülerteam des Siebengebirgsgymnasiums Bad Honnef jüngst beim Deutschlandfinale der Bildungsinitiative business@school der ganz große Erfolg versagt blieb – für die Erfinder des Handy-Strahlenschutzes für die Hosentasche „PROTECTus“ steht fest, ein eigenes Unternehmen zu gründen und mit dem Produkt an den Markt zu gehen.

Lucas Thomann-Müller, Thomas Dutz, Mats Brüning, René Hohn, Jan Lennard Gerken, Felician Fraund, Yann Schneider und Lehrer Dr. Marco Rehm
Bild: The Boston Consulting Group BCG

Bundesweit beteiligten sich im abgelaufenen Schuljahr insgesamt mehr als 1500 Schüler von 90 Schulen an der Bildungsinitiative business@school der internationalen Unternehmensberatung The Boston Consulting Group BCG. Zehn Monate lang ging es für die Jugendlichen darum, sich neben den schulischen Anforderungen auch differenziert mit Wirtschaftsfragen zu befassen, bevor sie ihre eigenen Geschäftsideen entwickelten.

Unterstützung kam dabei von ihren rund 200 Lehrern sowie über 500 Betreuern von 20 namhaften Wirtschaftsunternehmen und der BCG. „Wir haben wirklich hart gearbeitet, uns die Aufgaben gut aufgeteilt. Wöchentlich kamen dabei zwei lange Arbeitstage beziehungsweise Meetings zusammen und zudem noch eine Schulstunde mit unserem Lehrer hinzu“, lässt Lucas Thomann-Müller die mehr als intensive Zeit Revue passieren.

Zwischendurch hatten er und seine Mitstreiter Mats Brüning, Thomas Dutz, Felician Fraund, Jan Lennard Gerken, René Hohn, Yann Schneider sowie der projektbetreuende Lehrer Dr. Marco Rehm allen Grund zum Jubeln: Beim Regionalentscheid NRW Süd Anfang Mai siegten die sieben Schüler und qualifizierten sich für das Bundesfinale.

Die hochkarätige Wirtschaftsjury zeigte sich seinerzeit sowohl von der Idee als auch vom durchdachten Businessplan inklusive der Präsentation überzeugt. „Unser Produkt ist ein nachrüstbarer Strahlenschutz für Hosentaschen, der den Menschen vor hochfrequenter Strahlung des Mobiltelefons schützt und gleichzeitig die Funktionen des Mobiltelefons in keiner Weise beeinträchtigt. Bei ,PRO­TECTus‘ handelt es sich um eine Stoffeinlage, welche der Anwender durch einfaches Aufbügeln an der Hosentasche befestigen kann“, erläutert Lucas Thomann-Müller die Innovation.

„Durch einen Zeitungsartikel wurden wir auf Studien aufmerksam, nach denen Männer, die ihr Handy in der Hosentasche tragen, durch die Strahlung unfruchtbar werden können und auch das Krebsrisiko zunimmt. Wir waren geschockt und recherchierten weiter. Zahlreiche Studien zeigten die Einschränkung der Spermienqualität bei Männern auf, weitere zudem die krebserregende Wirkung der Handystrahlung. Wir schauten im Internet, ob es dafür schon eine Lösung gibt, da wir uns auch selbst vor dieser Gefahr schützen wollten, fanden aber kein Produkt, welches alltagstauglich war“, beschreibt der 17-Jährige die Entwicklung.

Allerdings mussten bis zum serienreifen Produkt einige Herausforderungen angegangen werden. „Anfangs hatten wir beispielsweise Schwierigkeiten damit, dass der ,PROTECTus‘ nicht fest genug an der Hose gehaftet hat. Erst durch Experten aus dem Textilbereich konnten wir das Problem identifizieren und letztendlich lösen.“

Mittlerweile hat sich die Enttäuschung, im Finale nicht auf dem Treppchen gestanden zu haben, in puren Unternehmergeist umgewandelt: „Jetzt erst recht werden wir das Produkt wirklich auf den Markt bringen!“ Eines starken Mentors kann sich der Unternehmer-Nachwuchs sicher sein – Projektleiter Dr. Marco Rehm: „Das Team zeichnet sich durch eine sehr hohe Eigenständigkeit aus. Gerade wegen des etwas unglücklichen Final-Aus wünsche ich mir, dass die sieben Jungs aus dem Projekt wirklich ein Unternehmen machen und allen zeigen, wer was drauf hat!“ (imr)

 

1 Kommentar

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  1. Knut Junker

    Wow, noch ein Pseudoprodukt, dass man den Leichtgläubigen mit viel schön wissenschaftlich klingendem Geschwurbel für einen Haufen Kohle andrehen kann. Hut ab, wirklich eine »clevere Geschäftsidee«.

    Vermutlich glauben die jungen Leute das wirklich, sonst müsste man von adoleszenter krimineller Energie sprechen.

  1. Impfgegner, Waldorfianer, Familienaufsteller: die Arbeit der GWUP geht weiter @ gwup | die skeptiker

    […] Mobiltelefons schützt”, wird von einer “hochkarätigen Wirtschaftsjury” und den Rhein-Westerwald-News als “clevere Geschäftsidee” […]

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