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Regeln für Radler und Skater


Straße oder Gehweg?

Gerade jetzt, in den Ferien und bei gutem Wetter, steigt die Zahl der Radfahrer im Straßenverkehr an. Weil es auch viele Skater nach draußen treibt, wird es zusehends voller auf Rad- und Gehwegen. Doch gleich mit welchem Fortbewegungsmittel man unterwegs ist – der Gesetzgeber hat klare Regeln aufgestellt, wo und wie Radler, Skater und auch Rollstuhlfahrer fahren dürfen.

Skateboarden: Auf der Straße meist verboten.
Bild: cleberaraujo182

Eine Botschaft vorweg: Laut Straßenverkehrsordnung sind auch für diese Gruppen Handys und andere mobile Kommunikationsgeräte grundsätzlich verboten, weil sie die Fahrer zu sehr ablenken. Wer dennoch während der Fahrt telefoniert oder eine SMS tippt, muss aktuell mit einer Geldstrafe in Höhe von 25 Euro rechnen.

Anders verhält es sich mit dem Musikhören im Straßenverkehr. Das ist – sogar mit In-Ohr-Kopfhören in beiden Ohren – erlaubt, vorausgesetzt, der Nutzer kann alle Geräusche des Straßenverkehrs eindeutig wahrnehmen. Ist die Musik allerdings nachweisbar zu laut gedreht, droht bei Behinderung ein Bußgeld von derzeit 15 Euro.

Gemäß Straßenverkehrsordnung gilt das Fahrrad als Fahrzeug, entsprechend dürfen und sollen sie „auf der Fahrbahn“, also auf der Straße, fahren, müssen sich dort allerdings an das Rechtsfahrgebot halten. In diesem Zusammenhang ist auch festgelegt, dass Pedelecs mit einer Unterstützung beim Treten bis maximal 25 km/h und einer Nenndauerleistung des Motors von 250 Watt als Fahrrad gelten.

Auch Ausnahmen wurden vom Gesetzgeber bestimmt. Die weitreichendste davon ist die zwingend gebotene Nutzung von Radwegen – und zwar überall dort, wo blaue Radwegschilder angebracht sind. Wer das nicht tut, riskiert ein Bußgeld von 20 Euro, das, etwa bei einem Unfall, bis auf 35 Euro ansteigen kann. Befährt man einen beschilderten Radweg in die falsche Richtung, kann auch dies mit einer Strafe in gleicher Höhe geahndet werden. Zu benutzungspflichtigen Radwegen zählen übrigens auch Radfahrstreifen auf Höhe der Fahrbahn, die nur mit einer weißen Linie von der Fahrbahn abgetrennt sind.

Was viele Eltern seit Anfang des Jahres dank einer Gesetzesänderung freut: Sie dürfen mit den Kids auf dem Gehweg fahren. Zudem wurde neu festgelegt, dass Kinder unter acht Jahren seit Jahresbeginn auch den Radweg benutzen dürfen, allerdings nur dann, wenn dieser baulich von der Fahrbahn getrennt ist.

Anders als Fahrräder werden Skateboards von der Straßenverkehrsordnung als  „besondere Fortbewegungsmittel“ eingestuft. Wer sie öffentlich nutzt, darf dies somit nur in verkehrsberuhigten Bereichen und auf Sportflächen. Ansonsten sind die rollenden Bretter – wie übrigens auch Inliner – nur auf Gehwegen erlaubt. Für alle „besonderen Fortbewegungsmittel“ gelten übrigens sämtliche Vorschriften, die den Fußgängerverkehr regeln.

Interessant dabei: Während Schiebe- und Greifreifenrollstühle dieser Kategorie zugeordnet sind, zählen Elektrorollstühle, auch der fürs Zimmer, zu Kraftfahrzeugen im Sinne der Straßenverkehrszulassungsordnung und müssen mit einer Beleuchtungsanlage, sprich Fahrscheinwerfer, Rückleuchten, Blinker sowie Rück- und Seitenstrahler ausgestattet sein. (imr)

 

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