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Marken des Alltags: Reber


Täglich 500.000 Sinfonien für den Gaumen

Mit dem Namen Reber verbindet man die Mozart-Kugel – versteht sich. Doch es gibt neben vielen weiteren köstlichen Artikeln auch eine Mozart-Pastete im Reber-Sortiment. Es handelt sich hierbei um von Zartbitter-Schokolade umhüllte Honig-Sahne-Trüffel mit Nougat und Pistazien-Marzipan. Die in der Adventszeit erhältlichen Weihnachts-Pasteten mit Nougat und Waffel haben dagegen eine Hülle aus Alpenmilch-Schokolade.

 

Reber Mozartkugeln bestehen aus Honig-Sahne-Trüffel mit Nougat und Pistazien-Marzipan umhüllt von Zartbitter-Schokolade.
Bild: Hersteller

Der Konditormeister Peter Reber eröffnete im Jahre 1865 ein Konditorei-Café in der Herzog-Spital-Straße der Residenzstadt München. Mit seinen Confiserie-Produkten machte er sich bald einen Namen bei der Hautevolee. Adel, Offiziere und höhere Beamte trafen sich hier auf ein „Schalerl Kaffee“ und Köstlichkeiten aus Schokolade.

Nachdem Peter Reber 1902 zum Innungsmeister seiner Zunft erhoben worden war, gab er die Geschäftsführung der Firma an seinen Sohn Paul weiter. Dieser durfte bald den ehrenvollen Titel „Gewerberat“ führen.

Die Geschichte der in dieser Jahreszeit auch in den Lebensmittelmärkten der Vorteil-Center in Asbach und Unkel erhältlichen Reber Mozart-Kugeln begann in Bad Reichenhall, wohin die Familie im Jahre 1938 ihr Stammhaus verlegte. Nachdem dieses aufgrund des städtischen Umfelds in der Fußgängerzone der Alpenstadt für die Fertigung zu eng geworden war, zog die Produktion 1981 in einen Neubau am Stadtrand von Bad Reichenhall um. Die dortigen Anlagen, allesamt Sonderanfertigungen, wurden an die Rezepturen der Confiserie-Produkte angepasst – nicht etwa umgekehrt.

Mit rund 500.000 produzierten Mozart-Kugeln pro Tag ist Reber laut eigenen Angaben der weltweit marktführende Anbieter dieser Spezialität. Zu den über 50 Exportmärkten zählen unter anderem die USA, Russland, Österreich und Israel.

Die Reber Mozart-Kugeln sind wie folgt aufgebaut: In der Mitte ein Haselnuss-Nougat-Kern, umschlossen von Pistazien-Marzipan, das aus frischen Pistazien und Edel-Marzipan aus kalifornischen Mandeln hergestellt wird. In dem seit 1904 angewandten Lübecker Verfahren werden diese zunächst durch Granitwerke feingewalzt und dann in offenen, rotierenden Kupferkesseln geröstet. Schließlich wird das Marzipan mit einem Hauch Rum geschmacklich abgerundet. Umhüllt werden die Reber Mozart-Kugeln von zwei hauchzarten Überzügen – einer Schicht Alpenmilch und zuletzt einer Schicht Zartbitter-Schokolade. Die Rezeptur ist bis heute unverändert und selbstverständlich ein streng gehütetes Familiengeheimnis.

Pro Jahr verarbeitet das Unternehmen über tausend Tonnen Zartbitter- (mindestens 60 Prozent Kakaoanteil) und Alpenmilch-Schokolade (mindestens 35 Prozent Kakaoanteil). Zumindest eine der beiden Sorten darf bei keinem der Reber Confiserie-Produkte fehlen.

Bei Premium-Alkoholpralinen kann Reber inzwischen ebenfalls eine gewisse Tradition vorweisen. Die Tochtergesellschaft „Rüdesheimer-Confiserie-Pralinen“ führt in ihrem Portfolio beispielsweise die Lizenzmarken Asbach Pralinen, die Verpoorten Eierlikör-Pralinés und die Schladerer Pralinés, die mit Obstbränden aus der gleichnamigen Schwarzwälder Brennerei gefüllt sind.

Die Paul Reber GmbH & Co. KG befindet sich nach fünf Generationen noch immer in Familienbesitz. Jährlich besuchen rund 200.000 Gäste das Café Reber in Bad Reichenhall und die beiden Filialen in Salzburg.

Auch einen Reber Adventskalender gibt es übrigens – und dieser sticht aus der Masse tatsächlich hervor. Der in zwei Sorten erhältliche Kalender hat nämlich 25 statt der üblichen 24 Türchen und somit ein zusätzliches für den 1. Weihnachtstag. (cm)

 

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