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Karnevalswagen zum Thema „Frieden“


Tauben und Hippies bereichern Zug

Bereits zum dritten Mal beteiligt sich die Evangelische Jugend mit einem Mottowagen am Karnevalszug in Bad Honnef. Im Rahmen eines Karnevalsprojekt zum Thema „Frieden“ haben sich die teilnehmenden Kinder und Jugendliche intensiv darauf vorbereitet.

Ev_Jugendtage - Hippie Kostüm

Für die Hippie-Kostüme wurden Shirts gebatikt.
Bild: H.-W. Lamberz

Gestartet ist das aktuelle Karnevalsprojekt der Evangelischen Jugend Bad Honnef Mitte Januar. An insgesamt vier Dienstagen sind die zwei Projektgruppen in der Jugendetage des Evangelischen Gemeindehauses zusammengekommen – um 16.30 Uhr die 15 Kinder und um 18 Uhr die 40 Jugendlichen. In den in eine inhaltliche und eine praktische Einheit unterteilten eineinhalb Stunden haben sich die Sechs- bis Achtzehnjährigen ausführlich mit dem Thema „Frieden“ beschäftigt.

„Bei den ersten Treffen haben wir diskutiert, was Krieg und Frieden überhaupt ist, was da passiert“, berichtet Jugendleiter Andreas Roschlau. Mit den Kindern wurde zudem überlegt, wie Frieden schmeckt, riecht und aussieht, um das doch sehr abstrakte Thema ein bisschen zu elementarisieren.

Im weiteren Verlauf des Projekts haben die Teilnehmer dann überlegt, wie man sich aktiv für Frieden einsetzen kann. „Unser Motiv ist ja auch zu gucken, wie wir auf die globale Situation einwirken können, obwohl wir hier nur im kleinen Bad Honnef leben, und welche Möglichkeiten es gibt, auch was zu tun und nicht einfach nur hilflos dazustehen“, erklärt Roschlau.

So entstand die Idee, sich am Red Hand Day, einer weltweiten Aktion gegen Kindersoldaten, zu beteiligen, bei der rote Hände gesammelt werden – quasi als Stoppschild. Intern haben die Kinder und Jugendlichen mittlerweile bereits fleißig gesammelt und wollen bei den Karnevalszügen in Bad Honnef und in Aegidienberg damit weitermachen.

„Die Kinder werden im Zug mit einer Farbrolle und Einmalhandschuhe rumlaufen und jeder, der Lust hat, kann einen Handabdruck auf ein Blatt Papier machen“, weiß Roschlau. „Die Hände werden dann gesammelt – je mehr, umso besser – und am 12. Februar, dem weltweiten Red Hand Day, an Politiker übergeben.“

Für die Züge wurde passend zum Motto „Frieden schaffen ohne Waffen, Hände hoch gegen Krieg“ auf einen großen Autoanhänger ein Panzer aus einem Holzgerüst gebaut, der mit Peace-Zeichen besprüht und angemalt wurde. „Damit deutlich wird, dass ein Panzer eigentlich nicht zu gebrauchen ist um Frieden zu schaffen“, so Roschlau. Die Kinder und Jugendlichen konnten Teile bemalen, die richtig handwerklichen Tätigkeiten, wie die Grundkonstruktion, haben jedoch Mitarbeiter der Evangelischen Jugend übernommen.

Im Praxisteil der Treffen haben sich die zwei Projektgruppen vor allem der Herstellung ihrer Kostüme gewidmet. „Die Kinder werden Friedenstauben, da haben wir die Flügel gebastelt und die Köpfe mit Schnabel und Augen“, weiß Jugendleiter Andreas Roschlau. „Und die Jugendlichen werden Hippies und haben T-Shirts gebatikt.“

Ein entsprechendes Projekt inklusive Teilnahme am Straßenkarneval hat die Evangelische Jugend in den letzten Jahren bereits zweimal durchgeführt. 2015 drehte sich alles um den Klimawandel, 2011 um Fair Play. Fair gehandelt sind auch die Kamelle, die die Evangelische Jugend wirft, um der Fair Trade-Stadt Bad Honnef gerecht zu werden. (eg)

 

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