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Mit Veranstalter oder in Eigenregie


Urlaub ohne Mama und Papa

Wohl jeder erinnert sich an einen ganz besonderen Moment im Leben: die ersten Ferien ohne die (lästigen) Eltern. Ob dies dann ein Urlaub auf eigene Faust wurde oder mit „zarter Unterstützung“ der Erziehungsberechtigten organisiert war, spielte erstmal keine entscheidende Rolle. Hauptsache weg.

Mdchen im Bikini am Strand

In den Ferien Sommer, Sonnenschein und Strand genießen – ganz ohne elterliche Begleitung
Bild: Fotolia/ grafikplusfoto

Die meisten Kommunen und freie Träger wie etwa Jugendgruppen und -verbände bieten in der schulfreien Zeit umfangreiche Ferienaktionen an. Zahlreiche dieser Maßnahmen werden vom Land gefördert, etwa über die „Ferienbetreuung in Rheinland-Pfalz“. Diese Angebote richten sich speziell an Grundschulkinder und Schulkinder der Sekundarstufe 1.

Auf der Plattform www.ferienboerse-rlp.de wurde unter der Leitung des Landesjugendrings Rheinland-Pfalz eine Börse für Ferienangebote nicht-kommerzieller Anbieter aus dem Bereich der außerschulischen Jugendarbeit geschaffen. Ein großes Angebot an Jugendreisen hält auch die Arbeiterwohlfahrt Rheinland bereit. So kosten etwa zehn Tage Zeltferien an der italienischen Adria vom 24. Juli bis 2. August inklusive Busanreise, Vollverpflegung, Ausflügen und Versicherung 379 Euro.

Preiswerter, aber auch viel näher wäre da ein Kanutour-Wochenende für Acht- bis 18-Jährige an der Lahn. Die An- und Abreise zum Campingplatz erfolgt in Eigenregie, die folgenden drei Tage samt Vollverpflegung, betreuter Kanutour und Transfer zum Einstiegort kosten pro Jugendlicher 74 Euro. Daneben umwerben viele kommerzielle Anbieter jugendliche Reisefreunde.

Ob Jugendliche besser mit einem Veranstalter oder allein reisen sollten, hängt vom Alter, der Selbstständigkeit und der Erfahrung ab. Jugendlichen, die das erste Mal ohne Eltern wegfahren, rät Ulrich Gerth, Vorsitzender der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung, erst einmal klein anzufangen. Städtereisen über ein längeres Wochenende seien beispielsweise gut. Für die Entfernung gilt die Faustregel, an einem Tag hin- und zurückfahren zu können, um im Ernstfall schnell zurück zu sein.

Entscheiden sich Jugendliche für eine organisierte Reise, sollten die Eltern einiges beachten. Wie die Reisebegleiter oder Betreuer ausgebildet sind, sei ein entscheidendes Kriterium für die Seriosität des Veranstalters, sagt Undine Krebs, Anwältin für Familienrecht im Deutschen Anwaltverein. Weitere Kriterien hat das Bundesforum für Kinder- und Jugendreisen im Internet zusammengestellt. Unter www.captainholiday.de können sich Eltern wie Jugendliche über Urlaubstipps austauschen.

 

 

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