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Jagd ist in Hausgärten in der Regel verboten


Viele Schäden durch Wild

Wer als Haus- und Grundbesitzer frühmorgens aus dem Fenster schaut und feststellen muss, dass sein Garten umgegraben ist, dem vergeht der Appetit aufs Frühstück gründlich. Verursacher sind in der Regel Wildschweine, die gerade in diesen Wochen Wiesen, Äcker und Hausgärten auf der Suche nach Nahrung verwüsten.

Wildschweine verursachen vor allem in der Herbstzeit zahlreiche Wildschäden.
Bild: Birgit Leutgen

Jäger führen daher im Herbst viele Wildschweinjagden durch, um den Bestand zu reduzieren und so die Schäden in Maßen zu halten. In Signalkleidung rücken sie dabei den Sauen zu Leibe. Wer als Autofahrer orange gekleidete Jäger in der Landschaft sieht, sollte ganz besonders auf Warnschilder und eine angemessene Geschwindigkeit im Straßenverkehr achten, denn es könnten plötzlich Wildschweine oder auch Jagdhunde die Straße queren, teilt der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen mit.

In den betroffenen Hausgärten selbst dürfen Jäger übrigens grundsätzlich nicht jagen. Davon gibt es nur wenige Ausnahmen. Gartenbesitzer können ihren Garten durch Duftlappen (entsprechende Mittel gibt es im Fachhandel), gegebenenfalls einen vom Landwirt geliehenen Elektrozaun oder eine wilddichte Hauseinfriedung schützen. Zudem sollten keine Nahrungsreste auf den Kompost wandern, das lockt auch andere Wildtiere an.

In Nordrhein-Westfalen wurde übrigens im Jahr 2015 durch ein neues rot-grünes Landesjagdgesetz „gleich ein ganzer Kanon unnötiger Hemmnisse für eine effiziente Wildschweinbejagung aufgestellt“, so der der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen. Angesichts der nun steigenden Wildschäden und der Gefahr von Tierseuchen fordern Jäger, Grundeigentümer, Land- und Forstwirte und eben auch die Verbände der Obst- und Gartenbauer gemeinsam, dass dieses Gesetz schnell wieder revidiert und vom Kopf auf die Füße gestellt wird.

„Asterix und Obelix, die gallischen Comicfiguren, haben in ihren Abenteuern alles richtig gemacht, Wildschweine schmecken nämlich ausgezeichnet. ‚Erst jagen, dann essen‘, ist auch heute die Devise“, meint Andreas Schneider vom Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen. Hervorragende Wildspezialitäten sind übrigens auch in den Vorteil-Centern Asbach und Unkel erhältlich.

Mehr Infos zu Tieren in Haus und Garten bietet auch die Broschüre des Deutschen Jagdverbandes „Wilde Wohngemeinschaften“ als Broschüre und Download erhältlich unter www.jagdverband.de (msc/red)

 

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