«

»

Von zwei Jungs aufs Glatteis geführt

Dynamik, Emotionen, schnelle Sprints, scharfe Schüsse, harte Checks, packende Zweikämpfe und Spannung bis zum Schluss – das ist Eishockey. Und so richtig heiß auf Hockey auf Eis sind die Mädels und Jungs der Bambini-Truppe des EHC „Dynamite“ Troisdorf. Am Charity-Day geben sie in ihrem Show-Training Einblicke in die schnellste Mannschaftssport der Welt.

DSC_1167

Fasziniert vom Hockey auf dem Eis: Denise Dissen und „ihre“ U8-Bambinis
Bilder: Verein

„Wir sind die Dynamites… und das ist klar, wir schaffen es auch dieses Mal… 1… 2… 3… uuuuuaaaaa….“. Mit diesem Torspruch versammeln sich die Nachwuchs-Cracks der Bambini-U8 von Mannschaftsführerin Denise Dissen, um dem Gegner eine verschworene Einheit und unbändigen Siegeswillen zu demonstrieren. Und es zeigt Wirkung: „In der aktuellen Saison, die ja in Turnierform mit dem Neusser EV, dem Krefelder EV, dem ESV Bergisch Gladbach und der Grefrather EG ausgetragen wird, belegen wir aktuell Platz zwei. Hier liefern wir uns ein echtes Kopf-an-Kopf-Duell mit unserem Nachbarn Bergisch Gladbach“, gibt Denise Dissen einen Einblick.

„Eishockey ist bei uns keine Jungen-Domäne. In meinem 14-köpfigen Team spielen fünf Mädels, eine davon im Tor. Und auch bei den Bambinis der Jahrgänge 04 und 05 haben wir eine tolle Frauenquote“, räumt sie mit Klischees auf. „Spatestens seit den 90er Jahren gewinnt das Fraueneishockey an Bedeutung. Aus unserem Vorgängerverein, dem Hennefer EC Rhein-Sieg, beispielsweise wurden einst vier Spielerinnen in die Nationalmannschaft berufen.“

Der heutige EHC Troisdorf steht in der gewiss bewegten Tradition der Eishockeyvereine aus Hennef – dem 1. Hennefer EC Bonn und dem Hennefer EC Rhein-Sieg. Aufs, Abs und Neuanfänge charakterisieren den Weg seit 1983. Beispielhaft dafür mag der Umzug nach Troisdorf stehen: Das Ende der Hennefer Eissporthalle nach Ablauf der Saison 2002/2003 führte zum Neubeginn in der Kart­halle Troisdorf und damit einhergehend zur Namensänderung. Negative Auswirkungen scheint das nicht gehabt zu haben: In der vergangenen Spielzeit 2012/13 gewannen die „Dynamites“ den NRW-Pokal.

Alle Mannschaften, und davon gibt es derzeit bei den Rot-Schwarzen Dynamites einige, tragen ihre Heimspiele im 1500 Zuschauer fassenden Icedome am Rottersee in Troisdorf aus. „Ja, die Atmosphäre hier ist ja auch eine ganz besondere. Und das spüren die jungen Spielerinnen und Spieler schon. Sie gehen richtig motiviert aufs Eis“, ist die Mannschaftsführerin von ihrer Truppe begeistert.

„Eishockey an sich ist ein faszinierender Sport. Es ist etwas ganz anderes, als auf dem Fußball-Platz zu stehen. Für die Aktiven wie auch für die Zuschauer“, äußert sich Denise Dissen überzeugt. „Meine beiden Jungs Laurin und Luca haben unsere Familie im wahrsten Sinne des Wortes aufs Eis geführt. Heute planen wir unsere Freizeit-Aktivitäten rund um die Eishockey-Termine. Zweimal die Woche Training, mindestens, dann die Turniere an den Wochenenden mit zum Teil längeren Anfahrten.“

Doch die Mühe lohnt: „Unser Einsatz wird nicht nur mit einem guten, faszinierenden Sport belohnt. Auch unter uns Eltern haben sich echte Freundschaften entwickelt. Da ist eine gut funktionierende sportliche Großfamilie zusammen gewachsen“, freut sich Mannschaftsführerin Denise Dissen.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.