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Marken des Alltags: Apple


Vorreiter in Sachen Digitalisierung

Es gibt nur wenige Namen, die so eng mit dem digitalen Zeitalter verknüpft sind wie Apple. Im Ranking der wertvollsten Marken belegt der Hersteller von Computern, Tablets und Smartphones laut der Zeitschrift W&V den zweiten Rang. Davor liegt nur noch Google und dahinter folgt Microsoft – also Unternehmen, die ebenfalls der Technologiebranche angehören. 

Nur ein Teil der großen Apple- Familie: iMac, Macbook und iPad
Bild: FirmBee

Neben der Technik und dem Design der Produkte verdankt Apple seinen Kultstatus nicht zuletzt der Legende, die ersten Produkte seien von Steve Wozniak und Steve Jobs in dessen Garage im kalifornischen Palo Alto entworfen und hergestellt worden. In einem Interview erklärte Wozniak 2014, dass diese Geschichte ein stark übertriebener Mythos sei. Man habe in Jobs Garage lediglich fertige Produkte getestet.

Wenn man Wozniak glauben darf, geht die Apple-Geschichte wie folgt: Im Jahre 1975 entwickelte er – als Angestellter in der Taschenrechnerabteilung von Hewlett-Packard – einen Computer, der für Privathaushalte erschwinglich und dank Schreibmaschinentastatur und Bildschirm (ein umfunktionierter Fernsehapparat) leicht zu bedienen war.

Nachdem HP Wozniaks Pläne mehrmals abgelehnt hatte, machte er auf eigene Faust weiter – sein Jugendfreund Steve Jobs hatte ihn dazu überredet. Am 1. April 1976 gründeten die beiden Steves Apple Computer Inc. und brachten noch im selben Jahr den Apple I auf den Markt. Es war der erste in Serie hergestellte Personal Computer der Welt. Im Jahr darauf folgte der Apple II.

Während das Vermarktungstalent Jobs das Kultlabel fortan in der Öffentlichkeit verkörperte, rückte Wozniak, der Erfinder, immer mehr in den Hintergrund. Ab Mitte der achtziger Jahre wurden Computer nicht mehr von einer einzelnen Person entworfen – Entwicklungsteams übernahmen Wozniaks Arbeit. Im Februar 1985 zog er sich teilweise von Apple zurück, steht aber bis heute als fester Mitarbeiter auf der Gehaltsliste.

Nachdem das Unternehmen in den folgenden anderthalb Jahrzehnten den Mikrocomputer Macintosh – kurz Mac – (von der Apfelsorte „McIntosh“ abgeleitet) in großen Stückzahlen produziert hatte, kam Steve Jobs um die Jahrtausendwende die Idee eines Multi-Touch-Bildschirms, auf dem man wie auf einer Tastatur tippen kann.

Am 9. Januar 2007 stellte Jobs das revolutionäre iPhone vor, das der Vernetzung großer Teile der Weltbevölkerung den Boden bereitet hat. Eine Vielzahl von Apps machen aus einem Mobiltelefon einen multifunktionalen Apparat, der unzählige Anwendungen ermöglicht: Nicht nur E-Mails können seither mobil abgerufen werden – über das World Wide Web kann man unterwegs Filme anschauen, Musik hören und Spiele spielen. Man nutzt Suchmaschinen, Routenplaner, Enzyklopädien und Wörterbücher oder ruft die Wetterprognose ab.

Unter dem Namen iPad kamen 2010 die Tablets von Apple auf den Markt – ebenfalls mit dem inzwischen bewährten Multi-Touch-Bildschirm. 2015 gesellte sich zum Smartphone die  Smartwatch, die nicht etwa iWatch, sondern Apple Watch heißt.

Übrigens: Name und Logo der Marke wurden in Anlehnung an den bekannten englischen Naturforscher Isaac Newton gewählt: Im Sommer 1665 legte sich dieser im Garten seines Elternhauses nahe Cambridge unter einen Apfelbaum. Ein Apfel fiel vom Ast, worauf Newton sich die Frage stellte, warum Äpfel immer senkrecht zu Boden fallen. Damit hatte er das allgemeine Gravitationsgesetz gefunden. (cm)

 

 

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