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Das Unternehmen Wirtgen aus Windhagen


Weltmarktführer bei Straßenbaumaschinen

In Windhagen hat eine Gruppe ihren Sitz, die gleich in mehreren Bereichen des  Geschäftsfelds „Road Technologies“ Weltmarktführer ist: Die Wirtgen Group bietet alle Prozessschritte vom Brechen von Gestein, über das Mischen von Asphalt bis zum Einbau, Verdichten und Sanieren von Fahrbahnaufbauten aus einer Hand an.

Weltweit stammen drei von vier Kaltfräsen aus dem Hause des Windhagener Unternehmens Wirtgen.
Bild: Wirtgen

Die Geschichte der Wirtgen GmbH beginnt 1961, als der 20-jährige Reinhard Wirtgen sich mit nur einem Lkw selbstständig machte und zunächst kleine Transportaufträge übernahm. Mit einem selbstentwickelten und -gebauten Betonzertrümmerer zur Straßeninstandsetzung spezialisierte sich Wirtgen vier Jahre später als Subunternehmer für Straßenbaufirmen. In seiner kleinen Werkstatt in Windhagen beschäftigte er damals zehn Mitarbeiter.

Anfang der 70er Jahre umfasste die Wirtgen-Flotte bereits 100 eigene Großmaschinen. Die inzwischen auf 150 Mitarbeiter angewachsene Mannschaft war nicht nur in ganz Deutschland, sondern auch jenseits der Grenzen als Dienstleister im Einsatz. Nachdem Wirtgen 1971 eine der weltweit ersten Heißfräsen vorgestellt hatte, folgte 1979 die Kaltfräse als nächster Innovationsschritt.

Im Jahre 1980 trennte sich Wirtgen von der Dienstleistung und konzentrierte sich auf die Produktion von Maschinen für den Straßenbau und deren Instandsetzung. Nach und nach wurde das Produktspektrum weiter ausgebaut und umfasst heute Maschinen für das Kaltfräsen, die Bodenstabilisierung, das Kalt- und Heißrecycling, den Betoneinbau und das „Surface Mining“. Sie werden nach dem neuesten Stand der Technik in Windhagen produziert.

Im Jahre 1997 übernahmen die Gründersöhne Jürgen und Stefan Wirtgen die Leitung des Unternehmens. Um fortan das gesamte Spektrum an mobilen Maschinen für den Straßenbau anbieten zu können, schloss man sich im selben Jahr mit der Joseph Vögele AG und der Hamm AG zur Wirtgen Group zusammen. Heute gehören auch die Kleemann GmbH und die Benninghoven GmbH & Co. KG zur Gruppe, die weltweit über 8000 Mitarbeiter beschäftigt. Die nunmehr fünf Marken unter dem Wirtgen-Dach konzentrierten sich weiterhin auf ihre Kernkompetenzen: Die Wirtgen GmbH mit über 1600 Mitarbeitern am Standort Windhagen ist heute Weltmarktführer bei Fräsen, Recyclern und Bodenstabilisierern sowie „Surface Minern“. Vögele, ebenfalls Taktgeber der Branche, bietet eine komplette Produktpalette an Straßenfertigern, Einbaubohlen und Beschickern. Hamm ist Spezialist für Walzen und die Nummer eins in der Asphaltverdichtung, Kleemann weltweiter Technologieführer bei mobilen Brech- und Siebanlagen und Benninghoven international führend bei Asphaltmischanlagen.

Den Aufstieg zum mehrfachen Weltmarktführer schaffte die Gruppe einerseits durch die Innovationskraft der Mitarbeiter in den einzelnen Stammwerken sowie andererseits durch die Expansion des gemeinsamen Vertriebs- und Servicenetzes.

Im Mai 2017 berichtete der „Mannheimer Morgen“, dass die Wirtgen Group an John Deere verkauft wird. Der US-Landmaschinenhersteller hat seine Europazentrale in Mannheim, dem ehemaligen Sitz der bis heute für ihre „Bulldog“-Schlepper bekannten Heinrich Lanz AG. Diese war 1956 übernommen worden.

Der Name Wirtgen steht übrigens nicht nur für unternehmerischen Erfolg, sondern auch für  gemeinnütziges Engagement: Gisela Wirtgen ist Initiatorin der Aktionsgruppe „Kinder in Not“, die mit den Vorteil Centern kooperiert, so etwa beim alljährlichen Charity Day in der Westerwald-Arena in
Asbach. (cm)

 

 

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