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Kuriose Tradition in Horhausen


Wer wirft sein Osterei weiter als 73 Meter?

Am Ostersonntag, 16. April, ist es wieder soweit: In Horhausen fliegen ab 14  Uhr wieder Ostereier durch die Luft. Neben zahlreichen Teilnehmern werden am Feuerwehrhaus im Florinsweg auch viele Schaulustige aller Altersklassen erwartet.

In den 1980er Jahren ließ man in Horhausen die kuriose Tradition des Ostereierweitwurfs wieder aufleben. Zwischenzeitlich war der noch in der Nachkriegszeit durchgeführte Wettbewerb fast in Vergessenheit geraten.
Bild: Rolf Schmidt-Markoski

Für die Christen ist Ostern das zentrale Fest des Glaubens, und um dieses Fest haben sich auch regionale Bräuche entwickelt, wie zum Beispiel das Osterfeuer oder in Norddeutschland der Osterräderlauf. Das landläufig  wohl bekannteste Symbol ist neben dem Osterhasen, der immer mehr das eigentliche christliche Symbol des Osterlamms zu verdrängen droht, das Osterei: Bereits im frühen Mittelalter wurden gefärbte Eier erwähnt, die Bezeichnung „Ostereier“ konnte erstmals für das Jahr 1611 in Straßburg belegt werden. Bald danach gehörten gefärbte oder bemalte Eier zum österlichen Speisekorb.

Ein kurioser Brauch rund um die bunten Eier hat sich in Horhausen entwickelt. Der Ort ist weit über die Region hinaus für das Ostereierweitwerfen bekannt. Alte Horhauser erinnern sich an die Nachkriegszeit, in der bereits dieser Brauch ausgeübt wurde, heute ist er, nachdem dieser Brauch vor 30 Jahren wiederbelebt wurde, ein echter Zuschauermagnet.

Dabei geht es darum, ein hart gekochtes Osterei möglichst weit zu werfen, ohne dass bei der Landung das Ei zerbricht. Denn nur die Weiten unbeschädigter Eier werden gezählt. Deshalb kommt es neben Wurftechnik und Geschicklichkeit auch auf etwa Glück an. Und wenn ein Ei doch zerbricht, freuen sich die Vögel: Schon am Ostermontag sind in der Regel keine Spuren von Eierresten mehr zu finden, insoweit ist der Ostereierweitwurf auch ein Fest für die Frühlingsvögel.

Horhausen freut sich mit den Teilnehmern und Besuchern auf den 31. Ostereierweitwurf am Ostersonntag. Es gilt, den Weitenrekord von 73 Metern zu übertreffen. Die Ortsgemeinde Horhausen und die Verbandsgemeinde Flammersfeld richten gemeinsam diese Veranstaltung aus, Unterstützung erfahren sie vom Löschzug Horhausen der Feuerwehr und vom Heimat- und Verkehrsverein. Den Gewinnern (nach Altersklassen) winken vielfältige Preise, die aus der Geschäftswelt gestiftet wurden. (Josef Zolk)

 

 

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