«

»

Westernreiten


Wie einst John Wayne

Lässig wie ein Cowboy im Sattel sitzen und entspannt dem Sonnenuntergang entgegen reiten: Was in vielen Western so cool aussieht, will erst einmal gelernt sein. Beste Voraussetzungen dafür bieten Westernreitschulen wie die von Anja Meyer. Auf Beechwood Stable in Buchholz können Pferdefreude diese Art des Reitens kennenlernen – Wild-West-Feeling inklusive.

Wild-West-Feeling: In Anja Meyers Reitschule in Buchholz lernt man, wie ein Cowboy zu reiten.
Bild: privat

Zuerst wurden sie hierzulande eher belächelt, die ersten Westernreiter. Doch mittlerweile findet der lockere Reitstil nicht nur bei Freizeit-Cowboys immer mehr Anhänger. Er kommt auch bei Anfängern und Wiedereinsteigern gut an, die sich einen unverkrampften Reitunterricht wünschen und möglichst bald von Platz und Halle in die freie Natur wechseln möchten.

„Das Westernreiten ist eine Impulsreitweise. Sie hat ihren Ursprung in der Rinderarbeit der Cowboys“, geht Anja Meyer auf die historische Entwicklung ein. „Das Pferd war für den Cowboy ein unentbehrlicher Mitarbeiter, um Rinder kontrollieren und versorgen zu können – ein Mitarbeiter, der auf kurze Signale reagiert und nervenstark, trittsicher, schnell und wendig ist. Und so reiten wir unsere Pferde heute noch: mit nur minimalen Hilfen.“

Um die Voraussetzung für das harmonische Miteinander von Pferd und Reiter zu schaffen, setzt Anja Meyer in ihren Kursen auf einfache, effektive Übungen. „Pferde sind exzellente Lehrmeister. Als Reiter wiederum sollte man geduldig, sportlich, reflektiert und motiviert sein und neben Fairness, Koordination, Timing vor allem Gefühl haben.“ Im Vergleich zur klassischen Reitkunst kommt das Westernreiten ohne viele Regeln aus. „Das Ziel unseres Trainings sind Pferde, die sogar schwierige Aufgaben an lockeren Zügeln und ohne Druck meistern“, erläutert die C-Lizenztrainerin.

„Aber es ist nicht nur die Reiterei – sondern auch der Umgang mit dem Pferd. Erst mein Wechsel in die Westernreiterei mit knapp 20 Jahren hat mir die Augen geöffnet, was gute Haltung und guter Umgang mit Pferden bedeutet. Nur wer fair, klar und konsequent mit Pferden ist, erreicht ein unbeschreibliches Miteinander mit ihnen. Und: Westernreiten ist Action und Spaß, ob in der Reithalle oder in der Natur! Natürlich arbeiten wir immer noch mit unseren Pferden an Rindern. Gut… es ist nicht mehr existentiell wichtig, doch es macht einfach Spaß, Cowboy zu spielen.“ (imr)

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.