«

»

Finale des Kunstprojektes ARTenreich


Wo ein Anfang ist, muss auch ein Ende sein

„Märchenhaft ARTenreich“ hieß es jüngst  in der Meys-Fabrik in Hennef. Das Kunstprojekt ARTenreich Hennef Sieg nahm vor der Finissage vom Sonntag noch einmal so richtig Fahrt auf, nachdem es mit der Ausstellung in der Meys-Fabrik und zahlreichen Aktionen zum Thema Sieg und Hennef bereits eine Woche lang die überraschende Vielfalt von Kunst präsentiert hatte. Nach einer kurzen Einleitung, in der die Sieg als Naturschönheit und einer der fischreichsten Flüsse Deutschlands vorgestellt wurde, trug Umberto Brentano den Zuhörern Christian Morgensterns Gedicht „Der Salm“ in einzigartiger, visuell beeindruckend unterstützter Art und Weise vor.

Bild: privat

Vom bunten Leben und Treiben an der Sieg und in Hennef gestern, heute und morgen berichteten „Die Märchentöchter“  Ursula Al-Baghdadi und Karin Hammes zusammen mit Renate Weißkirchen in Märchen und (wahren?) Geschichten. Recht anschaulich berichtete Ursula Al-Baghdadi davon, wie schmerzhaft und gefährlich eine Wallfahrt nach Bödingen sein kann, während Karin Hammes nachdrücklich vor den Tücken einer maroden Brücke (Horstmannsteg?) warnte. Dass die Sieg sich aber von Zeit zu Zeit auch als launische Diva präsentiert, machten die Erzählerinnen in der Szene deutlich, in der sie über das katastrophale Hochwasser von 1991 berichteten.

Aus der Musikschule von Bernd Immel begeisterten Alina Jacobs mit „Hold back the River“, Diego Loewe mit der „Ballade“ von Burgmüller und Tobias Baack mit „Skyfall“ die Besucher. Nach einer Pause unterhielt der „Drei-Häuser-Chor“ aus Bonn das Publikum mit Varianten der „Forelle“ von Schubert und flotten Liedern auf das Allerbeste, bevor die Märchentöchter zu ihrem Schlussakkord ansetzten, kurz dem bunten Treiben in Hennef als Kneippkurort nachweinten, bevor sie sich einem Zauberwässerchen widmeten, das ihnen versprach, Schluck für Schluck die Jugend zurückzubringen.

Ein turbulentes Finale des Abends für Auge und Ohren bescherten Lydia Möller alias Amira Luna und ihre Tanzgruppe Latifa den Besuchern. Sie brachten den Traum vieler Hennefer Bürgerinnen und Bürger  auf die Bühne: Die „Sehnsucht“ nach einem Freibad.

Gudrun Schwellenbach verabschiedete die gut gelaunten und fröhlichen Akteure und lud das begeisterte Publikum zur Finissage in die Meys-Fabrik ein. Dort ergänzten dann die Kunstwerke von der Aktion „Malen an der Sieg“ sowie Fotos der zahlreichen Aktionen die Ausstellung. Und auch das von den Märchentöchtern erzählte und mit den Kindern nachgespielte Märchen „Vom Goldenen Zauberfisch in der Sieg“ wurde noch einmal auf die Bühne gebracht. Eine Erzählerrolle übernahm an diesem Sonntag Erik Czaika.

Das Projekt ARTenreich Hennef Sieg stand unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Klaus Pipke und wurde von der Stadt Hennef großzügig unterstützt. Die teilnehmenden Künstler bedanken sich bei allen, die das Anliegen des Kunstprojektes, die Schönheit und Vielfalt der Sieg näher in das Bewusstsein der Hennefer Bürgerinnen und Bürger zu bringen, durch Rat und Tat, finanziell und durch den Besuch der Ausstellung, der Aktionen und Veranstaltungen unterstützt haben.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.