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Die RWN-Medienschule: GPS-Tracker


Wo ist mein Auto?

Wo ist das geklaute Fahrrad und wo der ausgebüxte Hund? Mit GPS-Trackern lässt sich heute vieles verfolgen und wiederfinden. Fahrräder, Autos, Gepäckstücke, Haustiere oder auch Kinder und Demenzkranke können mit den kleinen Sendern geortet werden.

Den Diebstahl selbst kann ein GPS-Tracker nicht verhindern. Allerdings kann der kleine Sender helfen, ein gestohlenes Fahrzeug wiederzufinden.
Bild: Fotolia/tatomm

PS-Tracker sind eigene, speziell zur GPS-Ortung gedachte kleine Geräte. Neben den GPS-Trackern, die eine zurückgelegte Strecke – etwa beim Joggen oder Radfahren – lediglich aufzeichnen, gibt es auch Geräte, die die Position über Mobilfunk an einen anderen Nutzer übermitteln, Voraussetzung dafür ist eine eingebaute SIM-Karte.

Diese GPS-Tracker, nicht zu verwechseln mit entsprechenden Apps auf dem Smartphone, sind gut der Hälfte der Bundesbürger bereits bekannt, rund jeder Zehnte nutzt sie auch schon. Ein weiteres Viertel kann sich das für die Zukunft zumindest vorstellen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Eingesetzt werden Tracker derzeit vor allem zur eigenen Absicherung, etwa im Urlaub in abgelegenen Regionen oder beim Bergsteigen. Um wertvolle Gegenstände wie Auto, Fahrrad oder Motorroller lokalisieren und im Falle eines Diebstahls nachverfolgen zu können, sind die Geräte ebenfalls beliebt. Auch Haustiere werden bereits so geortet. „GPS erhält immer mehr Bedeutung im Alltag“, kommentiert
Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder die Umfrageergebnisse.

Noch nicht weit verbreitet, aber für zwei von drei an GPS-Trackern Interessierten gut vorstellbar ist es, mit den Geräten eine geistig verwirrte Person, labile oder anderweitig hilfebedürftigen Menschen zu lokalisieren und im Ernstfall wiederzufinden. Einige GPS-Tracker enthalten speziell für diese Zwecke auch einen Hilfe-Knopf, mit dem man einen Notruf an eine zuvor hinterlegte Rufnummer absetzen kann. Dank GPS-Ortung lässt sich der in Not Geratene dann leicht auffinden.

Umstritten ist das GPS-Tracking von Kindern. Zwar meinen drei von vier Befragten, dass dies eine gute Möglichkeit biete, um Kinder vor Gefahren zu schützen. Vier von zehn sagen aber auch, dass Kindern dadurch die Selbstständigkeit genommen werde und Ängste von ohnehin besorgten Eltern zusätzlich geschürt würden.

Auch Bernhard Rohleder sieht hier Grenzen in der Anwendung. Beim Tracker-Einsatz dürfe es „nicht um eine Live-Überwachung oder permanente Kontrolle gehen, sondern um Schutz im Notfall“, erklärt der Bitkom-Geschäftsführer und fügt hinzu: „GPS-Tracker müssen verantwortungsvoll eingesetzt werden.“ (ct)

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