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Wandererlebnis rund um Rengsdorf


Wo Zipfelmützen den Weg weisen

Kleine Kinder für‘s Wandern zu begeistern, ist nicht einfach. Wenn der Weg jedoch die ein oder andere Attraktion für den Nachwuchs bereithält, kann eine Wanderung durchaus auch für die ganze Familie zu einem schönen Erlebnis werden.

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Auf dem „Zwergenparcours“ können die Kinder auf Baumstämmen balancieren und herumklettern.
Bild: Presseagentur Funk

Seit Juni 2012 gibt es im Rengsdorfer Land insgesamt drei Zwergenwege, die Wanderspaß für Wanderzwerge versprechen. Die Idee dazu hatte eine Mitarbeiterin der Verbandsgemeinde Rengsdorf aus einem Urlaub in Österreich mitgebracht, umgesetzt wurde sie von Monika Edling. „Die Rückmeldungen, die wir bekommen, sind durchweg positiv, weil man ja auf die Art und Weise die Kinder tatsächlich auch ans Wandern bringen kann“, weiß Judith Schnack von der Tourist-Information Rengsdorfer Land.

Einen interessanten Ausflug in die Natur beschert Eltern mit Kindern bis zu einem Alter von etwa acht bis neun Jahren etwa der mit einem roten Zipfelmützen-Symbol gekennzeichnete Zwergenweg 1. Der Ausgangspunkt der 4 Kilometer-Wanderung, der Naturpark-Parkplatz oberhalb der Oberen Mühle in Rengsdorf, ist auch für Ortsunkundige leicht zu finden, da er direkt an der Kreisstraße 104 liegt. Den Einstieg markieren eine große, ansprechend gestaltete Tafel mit Informationen zum Weg in Wort und Bild sowie ein Wegweiser mit einer Box, in der Flyer mit Beschreibungen und Fotos aller Zwergenwege zur Verfügung stehen.

Nach Passieren der Butterpfad-Hütte erwartet die Kinder mit dem „Kleinen Zwergenparcours“ ein erster Höhepunkt der Wanderung: Unter den wachsamen Augen eines hölzernen Zwerges mit einer roten Zipfelmütze können die Kleinen sich hier beim Balancieren auf Baumstämmen ausprobieren.

Damwild mit Kastanien füttern

Wenn sie genug davon haben, geht es weiter zu einem Damwildgehege im Privatbesitz. Ein dort aufgehängtes Schild informiert darüber, dass sich die Tiere über trockenes Brot, Kastanien und Apfelstückchen freuen. Wer hier ins Leere blickt, muss nicht verzagen. Der weitere Weg führt immer wieder an dem weitläufigen Gehege vorbei, sodass es noch genügend Möglichkeiten gibt, einen Blick auf das zahlreich vorhandene Damwild zu werfen. In Richtung Bonefeld führt der Weg links über den Völkerwiesenbach und am Waldrand zurück zum Parkplatz an der K104.

Familien, die jetzt noch nicht genug haben, überqueren die Kreisstraße. Vorbei an der Oberen Mühle und am Mühlenweiher folgt man dem Lauf des Völkerwiesenbachs. Der Sonnenweg führt bis zum Biotop im Luisental und weiter zum Freibad Rengsdorf, das von Ende April bis Ende September geöffnet hat. Entweder geht es denselben Weg zurück oder man nutzt von Anfang an den Parkplatz am Freibad.

Auf dem Zwergenweg 1 treffen die Wanderer übrigens wiederholt auf hölzerne Zipfelmützenträger, auf den anderen Wegen nicht mehr. „Die Zwerge sind leider dem Vandalismus zum Opfer gefallen“, so Tourist-Information-Mitarbeiterin Judith Schnack. „Sie wurden immer wieder aufgestellt, aber irgendwann haben wir es aufgegeben.“ Ihr zufolge sorgt aber bereits die kindgerechte Ausschilderung der Wege für Begeisterung: „Die Kleinen freuen sich immer, wenn sie eine Zipfelmütze sehen und ihren Eltern sagen können, wo’s lang geht.“

Gerade, wenn die Äpfel reifen, findet Schnack den „Apfelweg am Kräutergarten“ „ganz besonders toll“. Auf dem mit einem grünen Zipfelmützensymbol versehenen Zwergenweg 3 erklären Schilder die verschiedenen Apfelsorten. Zudem ist der Apfelweg mit einer Länge von zwei Kilometern mit Abstand der kürzeste Weg.

Am anspruchsvollsten ist der 4,2 Kilometer lange Zwergenweg „Fledermaus im Laubachtal“, der am großen Spielplatz am Waldfestplatz in Rengsdorf beginnt und endet. Der mit einer blauen Zipfelmütze gekennzeichnete zweite Weg ist 4,2 Kilometer lang und weist eine Steigung von etwa 230 Höhenmetern auf. Alle Wege können aber mit Kinderwagen und Buggys befahren werden. (eg)

 

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