«

»

Die RWN-Medienschule


Zimmer frei im Internet

Wer seine leerstehende Wohnung zeitweise untervermieten oder Reisenden seine Couch zur Verfügung stellen will, kann hierfür verschiedene Online-Portale nutzen. Fast sieben Millionen Internetnutzer in Deutschland haben schon einmal Wohnraum auf einer solchen Plattform angeboten.

Wohnraum auf Zeit im Internet anzubieten, wird immer beliebter.
Bild: Fotolia/J. Sturm

Unternehmen wie Airbnb und Wimdu fungieren dabei als Online-Marktplätze, über die Gastgeber und Gäste miteinander in Kontakt treten können. Für die Abwicklung der Buchung erheben sie sowohl vom Gast als auch vom Gastgeber eine Provision. Nach dem Aufenthalt können Gastgeber und Gast sich gegenseitig bewerten.

Portale wie CouchSurfing oder BeWelcome verstehen sich hingegen mehr als Gastfreundschafts-Netzwerke. Registrierte Mitglieder haben dort die Möglichkeit, eine kostenlose Unterkunft auf Reisen zu finden. Neben einem freien Sofa können Gastgeber ihren Besuchern auch andere Leistungen wie private Stadtführungen anbieten. Ausführliche Nutzerprofile und gegenseitige Bewertungen von Gastgebern und Gästen helfen auch hier, die Vertrauenswürdigkeit der Mitglieder besser einschätzen zu können.

Vor allem in der Generation der 30- bis 49-Jährigen seien Online-Angebote für die Vermittlung von Privatunterkünften immer beliebter lautet ein Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom: Bereits jeder fünfte Internetnutzer dieser Altersgruppe habe anderen Reisenden schon einmal seine Wohnung oder ein Zimmer über eine Online-Plattform zur Verfügung gestellt.

„Für viele private Vermieter spielen neben den finanziellen auch soziale Aspekte eine Rolle. Sie schätzen es zum Beispiel, Kontakte zu anderen Reisenden zu knüpfen und ihren Gästen Insider-Tipps zum Wohnort mitzugeben“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Wer seine Wohnung vermietet, hat jedoch eine Reihe von Verpflichtungen zu beachten. So sind Anbieter privater Mietwohnungen zum Beispiel verpflichtet, im Vorfeld die ausdrückliche Erlaubnis des eigenen Vermieters für die Untermiete einzuholen. Die Einnahmen müssen außerdem in der Steuererklärung angegeben werden. In manchen Städten – wie etwa Berlin – gelten darüber hinaus Regelungen zur so genannten Zweckentfremdung von Wohnraum, die die Überlassung an Reisende stark einschränken oder verbieten. Private Vermieter erkundigen sich am besten bei den zuständigen Ämtern, welche Regelungen in ihrer Kommune greifen.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.