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Männermode


Zwischen lässiger Eleganz und urbaner Sportlichkeit

Neue Schnitte, neuer Materialmix, neue Oberflächen und viel Funktion – die Trends der aktuellen Herrenmode sind so vielseitig wie die Ideen der Designer. Weil die Welle von Gesundheit, Fitness und Sport seit einigen Jahren die Mode maßgeblich beeinflusst, erfreuen viele Kollektionen ihre Träger mit einem hohen Wellness-Faktor.

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Sportlichkeit, Leichtigkeit und Funktionalität kennzeichnen heute die Herrenmode.
Bild: Tom Tailor

Vieles in der Herrenmode drehe sich „um Sportlichkeit, Leichtigkeit und Funktionalität“, fasst Rosita Hille, Mode-Einkaufsleiterin der Vorteil-Center Asbach und Unkel, zusammen. „Markt und Mode folgen dem Zeitgeist. Moderne Mode muss demnach vor allem tragbar sein, gleichzeitig individuell und flexibel.“ Ähnliches ist auch dem Trendbericht des Deutschen Mode Instituts DMI in Köln zu entnehmen. Hier spricht man von lässiger Eleganz gepaart mit urbaner Sportlichkeit als zwei der zentralen Strömungen. Häufig verschmelzen diese Impulse in den Kollektionen zu Mischformen. Zudem stellt man einen stetig wachsenden Trend zur Individualität fest.

Comeback des Wollmantels

Eine der auffälligsten Entwicklungen ist das Comeback des Wollmantels. Zuletzt waren besonders Daunenjacken und Parkas gefragt. Vor allem Blazer-Mäntel, Cabanjacken und klassische Dufflecoats sind im Kommen – in Dunkelblau, Camel- oder Khakitönen. Dazu trägt man(n) wieder große Schals aus Wolle oder Kaschmir.

Bei Jacken für den Outdoorbereich zeigt sich die Innovation im Materialeinsatz: Grobgestrickte Duffle-CoatTypen mit karierten Innenfuttern – die nicht nur sportlich kombinierbar sind – wie auch
superleichte Daunenjacken im Blazerstil, flauschige Boucléjacken oder weiche Tweedblazer sind wichtige Kombinations-Teile für neue Looks.

Auch der Parka bleibt erhalten, allerdings sorgen jetzt Kapuzen und Pelzbesätze für eine sportiv elegante Attitüde. Aufsteiger sind Outfits aus Leder – tonangebend sind vor allem kurze Biker-Modelle aber auch solche mit Umlegekragen.

Auch der klassische Anzug liegt wieder im Trend: Dreiknopf und Zweireiher im sogenannten Tailored Cut mit schmaler Silhouette. Feine Wollstoffe mit innovativen Innenverarbeitungen und digital bedruckten Futterstoffen wie auch Karos und deren minimalistische Interpretationen wirken neu. Blazer aus Strickstoffen oder Wirkware bringen Entspannung und Bewegungsfreiheit.

Hybride aus Sakko und sportiven Kapuzenjacken, mit gesteppten Westen drunter oder drüber, dazu superschmale verkürzte Hosenformen, sprechen die jüngere Zielgruppe an. „Es gibt eine gewisse Sehnsucht nach Behaglichkeit, nach bequemen Stoffen, nach etwas mehr Tiefe, Wärme und Charakter, stellt Rosita Hille weiter fest. „Der Look wird insgesamt ein bisschen wolliger.“

Und so setzt sich die Vorliebe für Wolle auch in anderen Bereichen der Herbstmode fort, etwa in Form von groben Strickjacken, die auch im Outdoorbereich eine große Rolle spielen und teils die Daunenjacken ersetzen. Bei den Hosen sieht man sowohl Trackpants mit Tunnelzug als auch schlanke Cargohosen in Wollstoffqualitäten während bei den Hemden Karos in allen Ausführungen dominieren: minimalistisch abstrakte oder im Webmuster dargestellte Optiken wie auch großformatigere Checks im veredelten Holzfäller-Style.

Neue Kragenformen bei Hemden

Innovative, neue Kragenformen und Verarbeitungen machen es möglich, Jacken, Sweats und Styles aus Strick in smarte Hingucker auf den zweiten Blick zu verwandeln. Grau- und Blautöne, allen voran lichte Nuancen, spielen bei den Farben die Hauptrolle. Und so steht für Rosita Hille fest: „Männer haben heute mehr denn je eine große Freiheit, was die Kreation ihres eigenen Stils angeht.“

 

 

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