Grundschule Sankt Martinus


Abwasser-Botschafter für Bad Honnef

Die Katholische Grundschule Sankt Martinus ist aktive Partnerschule des Netzwerkes „Bad Honnef lernt Nachhaltigkeit“ und setzt sich für die Verankerung des Bildungskonzeptes der Gestaltungskompetenz der Bildung für nachhaltige Entwicklung in Bad Honnef ein. Ihre Teilnahme am Bildungsangebot des Abwasserwerkes der Stadt Bad Honnef zur Ausbildung von Abwasser-Botschaftern in der Grundschule ist daher ein wirkungsvoller Beitrag zum UNESCO Weltaktionsprogramm der Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Die Schüler der St.-Martinus-Grundschule wissen viel über die Wasser- und Abwasserversorgung – die Erwachsenen auf dem Bild: Andrea Baukmann (links – Klasse 2 b), Andra Stehr (Lehrerin im Praxissemester), Maria-Elisabeth Loevenich (Expertin der Bildung für nachhaltige Entwicklung), Schulleiterin Anne Köppen (rechts)
Bild: Stadt

Im Sinne des „Whole Institution Approach“, bei dem die Schule selbst sich als Vorbild für eine nachhaltige Entwicklung sieht, sind Themen wie Ressourcenschutz, Energiesparen und die Förderung der biologischen als auch der kulturellen Vielfalt daher selbst gewählte Schwerpunkte ihrer Bildungsaktivitäten und prägen das Miteinander in der Schule. Kein Wunder, dass Maria-Elisabeth Loevenich, Expertin für Bildung für nachhaltige Entwicklung, einen bis auf den letzten Platz gefüllten Lernraum vorfand, in dem sie im Auftrag des Abwasserwerkes der Stadt Bad Honnef nahezu dreißig Kinder der zweiten, dritten und vierten Jahrgangsstufen in einer Schülerakademie zu Abwasser-Botschaftern ausbildete. Begleitet wurde sie von Andrea Baukmann, Klassenlehrerin 2b, und Andra Stehr, Pädagogin im Praxissemester.

Wissbegierig und voller Lerneifer beschäftigten sich die angehenden Schülerexpertexperten in Jahrgangsstufen übergreifenden Teams mit dem Thema „Virtuelles Wasser“. Sie nahmen Einblick in die Problematik hoher Wasserverbräuche bei der Herstellung ausgewählter Produkte und Leistungen. Weil der Begriff „Virtual Reality“ für die Kinder durch ihre Erfahrungen bei Computerspielen mit lebhaften Vorstellungen besetzt ist, konnte Maria-Elisabeth Loevenich die Vorstellungskraft der Kinder auch leicht auf die versteckten Wege von Grundwasser, Oberflächenwasser, Regenwasser, Brauchwasser und Abwasser lenken. So kamen die Kinder schnell dahinter, wie es sein kann, dass bis zum Heranreifen, Verschiffen und Verkaufen einer Banane 200 Liter Wasser verbraucht werden, wohingegen hinter einer Bio-Möhre aus Deutschland nur ein Verbrauch von zehn Litern steckt.

Als junge, oft stark konsumorientierte Weltbürgerbürger erarbeiteten die Schüler erste Lösungen für einen gerechteren Umgang mit der Ressource Wasser. Dabei fokussierten sie regionale, saisonale und fair gehandelte Produkte. Bereits im Karneval feierte die Schulgemeinschaft unter dem Motto „Dat Wasser von Honnef is joot“ unsere zuverlässige Wasserversorgung. Damit das für uns und für die Zukunft der Kinder dieser Welt auch so bleibt, rufen die frisch ausgebildeten Abwasser-Botschafter alle Bad Honnefer Bürger dazu auf dafür Sorge zu tragen, dass keine Essensreste und Plastik im Wasser entsorgt und weniger Wasser in Plastikflaschen konsumiert wird.

Ihr Wissen über die mechanische und biologische Abwasserreinigung in Bad Honnef werden die Kinder in Kürze bei Frank Janzen im Abwasserwerk der Stadt Bad Honnef vervollständigen. Dazu haben sie schon erste einführende Experimente durchgeführt.

Die Sankt Martinus Grundschule, vertreten durch Schulleiterin Anne Köppen, dankt dem Leiter des Abwasserwerkes der Stadt Bad Honnef Hans-Joachim Lampe Booms, für die lehrreichen Einblicke in die kommunale Abwassersammlung, Reinigung und Entsorgung und unterstützt die Kinder gerne in ihrer Botschaftertätigkeit.

Als erste öffentlichkeitswirksame Maßnahme werden die Kinder sich mit künstlerischen Botschaften am Malwettbewerb der Bad Honnef AG zum UNESCO Weltwassertag beteiligen. Die Ausstellungseröffnung und Preisverleihung findet am 22. März um 16 Uhr im Ratssaal und im Foyer des Rathauses der Stadt Bad Honnef, Rathausplatz 1, statt. Die Kunstwerke können bis einschließlich Freitag, den 12. April zu den Öffnungszeiten des Rathauses besichtigt werden.

 

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