Pilgerweg zu Ehren des Begründers des Charity-Gedankens


Auf Sankt Martins Spuren

Seit vergangenem Oktober verläuft zwischen den katholischen Pfarrkirchen St. Martin in Neuwied-Engers und St. Martin in Linz der sogenannte „Martinsweg am Mittelrhein“. Ins Leben gerufen wurde der 40 Kilometer lange Pilgerweg von einer Initiativ-Gruppe um Volker Collinet vom Dekanat Rhein-Wied.

Geführte Pilgertouren über den Martinsweg werden seit einem Jahr von einer Initiativgruppe um Volker Collinet vom Dekanat Rhein-Wied angeboten.
Bild: Thomas Müller

Im Hinblick auf das 1700-jährige Jubiläum zu Ehren des Martin von Tours 2017 hatte sich der Pastoralreferent 2016 die Frage gestellt, was der Heilige den Menschen heute (noch) zu sagen hat. Da es im Dekanat Rhein-Wied zwei Pfarrkirchen mit dem Patrozinium St. Martin gibt, kam Collinet der Gedanke, einen „Martinspilgerweg“ zwischen ihnen zu verwirklichen.

Mittels eines Aufrufs suchte und fand er Mitstreiter für die Umsetzung seiner Idee. Im August 2016 kam die heute noch bestehende Initiativ-Gruppe erstmals zusammen. „Ohne die Fachkompetenz dieser verschiedensten Leute wäre dieser Weg nie entstanden“, ist sich Collinet sicher.

Am 3. Oktober 2017 wurde der Weg mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Linzer Kirche und einer geführten Wanderung auf einem Teilabschnitt eröffnet. Der Martinsweg besteht aus zehn Etappen zwischen Neuwied-Engers und Linz, die zwischen zwei und sechs Kilometer lang und auch in umgekehrter Wegrichtung begehbar sind. Damit viele Menschen auf dem Pilgerweg unterwegs sein können – zu Fuß, mit dem Fahrrad, im Rollstuhl oder mit dem Kinderwagen –, sollte der Weg barrierefrei sein. Daher wurde er in bereits vorhandene Wanderwege integriert und verläuft größtenteils auf asphaltierten und gut befestigten Wegen. Da der Weg nicht ausgeschildert ist, werden Interessierte gebeten, die Beschreibungen auf der Webseite des Projektes (www.martinsweg-am-mittelrhein.de) zu nutzen.

Alternativstrecken sollen folgen

„Im nächsten Jahr werden wir auch Hefte mit der Wegführung zum Verkauf anbieten“, so Collinet. Dann wird es neben den barrierefreien Basisstrecken auch anspruchsvolle Alternativstrecken auf dem Rheinsteig sowie eine Fahrradstrecke entlang des Rheins geben. Derzeit gibt es „nur“ einen Flyer sowie die Internetseite, die aber vielfältige Informationen enthält. Hier findet man nicht nur Wissenswertes über den Weg, sondern auch zu Sankt Martin von Tours selbst sowie Hinweise auf Sehenswertes in den  Orten am Rande der Strecke.Zudem findet man dort zahlreiche spirituelle Impulse zu den Stationen unterwegs, auf dem Weg, zu St. Martin und zum Weiterdenken.

Da Volker Collinet sowie das zur Initiativ-Gruppe gehörende Ehepaar Hillen 2012 an einem Pilgerführerkurs in Trier teilgenommen hatten, wussten sie, wie Pilgerwege zu konzipieren sind und auf was man achten muss. „Aus den Erfahrungen heraus haben wir das Material selbst erstellt und Leute gefragt, ob sie etwas für uns schreiben können“, erzählt Collinet.

Seit der Eröffnung des Weges fanden bislang sechs geführte Wanderungen auf Teilstrecken an festgelegten Terminen statt. „Zu den Veranstaltungen kamen in der Regel 20 bis 25 Personen, meist ältere Teilnehmer ab 50 Jahren“, so Collinet. „Die Leute sind eigentlich immer durchweg positiv überrascht.“

Bezugnehmend auf den heiligen Martin wird Wert auf Kontakt zu karitativen und sozialen Einrichtungen auf und an der Strecke gelegt. „Wir suchen unterwegs immer persönliche Begegnungen mit Orten, wo Menschen aus dem Glauben leben oder aus dem Glauben handeln“, erklärt der Pastoralreferent. So wurde unter anderem schon das Christkönighaus in Leutesdorf besucht, in dem sich ein Wohnheim für Obdachlose befindet, sowie das Alloheim in Arienheller, eine Seniorenresidenz für psychisch erkrankte Erwachsene.

Um den Weg noch weiter voranzubringen, werden nun neben geführten Wanderungen an fixen Terminen zweimal im Jahr auch Pilgertouren für Leute angeboten, die sich als Gruppe (ab etwa zehn Personen) mit einem ausgebildeten Pilgerführer auf den Weg machen möchten. Der Wegabschnitt und der Zeitrahmen können individuell abgestimmt werden. Interessierte können sich per Mail an volker.collinet@bgv-trier.de melden. (eg)

 

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

Cookie-Einstellung

Bitte treffen Sie eine Auswahl. Weitere Informationen zu den Auswirkungen Ihrer Auswahl finden Sie unter Hilfe. Datenschutzerklärung | Impressum

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Weitere Informationen

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies.
  • Keine Cookies zulassen:
    Es werden keine Cookies gesetzt, es sei denn, es handelt sich um technisch notwendige Cookies. Borlabs Cookie hat bereits ein notwendiges Cookie gesetzt.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutzerklärung. Impressum

Zurück