Gefahren durch Alkohol und Kostüm

 

Autofahren im Karneval

An Karneval herrscht in vielen deutschen Städten Ausnahmezustand. Doch Bußgelder, Punkte oder Führerscheinentzug können sogar den feierwütigsten Narren und Jecken die gute Laune entschieden verderben. Worauf Verkehrsteilnehmer achten müssen, um sicher durch die lustigste Zeit des Jahres zu kommen, zeigt etwa das Informationsportal Bussgeldkatalog.org.

party driving - don’t drink and drive

Wer hinterher noch fahren muss, sollte beim jecken Treiben möglichst komplett auf Alkohol verzichten.
Bild: Fotolia/trendobjects

Auch wer nur das eine oder andere Glas Bier, Sekt oder Schnaps trinken will, sollte sein Auto unbedingt stehen lassen. Schon mit 0,3 Promille Alkohol im Blut riskiert man bei Gefährdung des Verkehrs den Führerscheinentzug und drei Punkte in Flensburg. Bei 0,5 Promille erhält man einen Monat Fahrverbot, zahlt 500 Euro Bußgeld und bekommt zwei Punkte in Flensburg. Wer mit 1,1 Promille erwischt wird, bekommt den Führerschein entzogen und drei Punkte. Fahranfänger bis 21 haben absolutes Alkoholverbot.

Mathias Voigt vom Verband für bürgernahe Verkehrspolitik warnt alle Fahrer vor Übermut: „Es gibt immer wieder ‚Experten’, die glauben, nach einem feucht-fröhlichen Abend noch fahren zu können. Doch wer sich mit Alkohol im Blut hinters Steuer setzt, riskiert nicht nur Bußgelder und Punkte, sondern bei einem Unfall auch den Kaskoschutz seiner Versicherung.“

Oft unterschätzt werde auch der Restalkohol am Morgen danach. „Ein gesunder Körper baut pro Stunde circa 0,1 Promille ab. Ein paar Stunden Schlaf reichen daher oft nicht aus, um am nächsten Morgen wieder fahren zu dürfen“, so Voigt. „Das wissen auch die Polizeibeamten und kontrollieren entsprechend verstärkt.“

Strafe droht auch Radfahrern

Aber auch Fahrradfahren ist kein Freischein für ungebremsten Alkoholgenuss: Wer etwa mit 1,6 Promille auf dem Rad kontrolliert wird, den erwarten drei Punkte, eine Geldstrafe und die Anordnung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung.

Übrigens müssen auch kostümierte Jecken, die nüchtern bleiben, aufpassen: Beinträchtigen Masken oder Verkleidungen hinter dem Lenkrad Sicht und Gehör, ist schnell ein Bußgeld fällig. Kommt es zu einem Unfall, kann dem maskierten Fahrer grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen und Strafanzeige erstattet werden.

 

 

6 Kommentare

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    • Franzi auf 23. Februar 2015 bei 11:51
    • Antworten

    Hey, danke für den Artikel. Karneval ist zwar wieder vorbei, aber für nächstes Jahr sicher nützlich.

    LG Franzi

    • Muster Muskel auf 3. März 2015 bei 14:15
    • Antworten

    Wusste nicht dass Fahrradfahrer auch Bußgelder bekommen können. Hab ich ja noch nie was von gehört!

    • Mannheimer auf 10. März 2015 bei 12:16
    • Antworten

    Also mir ist nicht ganz klar, aus welchem Grund die Promille-Grenze für Fahrradfahrer bei 1,6 ist. und für Autofahrer bei 1,1. Wäre es nicht sinnvoll, wen diese Zahlen gleich wären?

    1. Wieso ? Fahrradfahrer sind weitaus weniger gefährlich für andere als Autofahrer.

        • Werner H. auf 23. März 2015 bei 12:24
        • Antworten

        Sie können auch tödliche Verkehrsunfälle verursachen!!!

          • Schwieger auf 30. März 2015 bei 12:00
          • Antworten

          Seh ich auch so, Ein Fahrradfahrer der möglicherweise noch ohne angemessene Beleuchtung fährt kann auch einen Autofahrer “umbringen” – wenn der nämlich versucht auszuweichen und dabei z.B einen Baum rammt!

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