„Besonders Biathlon ist gefragt“

Die Olympischen Winterspiele sind in vollem Gange und viele verfolgen die Wettkämpfe vor dem Fernseher. Doch: Das eigene Sporttreiben macht immer noch am meisten Spaß. Deshalb bieten der SRC Heimbach-Weis und das DSV Nordic aktiv Walkingzentrum Neuwied/Rengsdorfer Land Skilanglauf an 365 Tagen sowie attraktive Seminare und Fortbildungen für alle, die Winter, Schnee und Natur nicht nur vom Sofa aus erleben möchten. Und auch für den Nachwuchs sind die Weichen gestellt, um in vier, acht oder zwölf Jahren im Olympia-Aufgebot des Deutschen Skiverbands stehen zu können.

Landlaufloipe Birkenhof

Ski-Langlauf und bei Schneemangel Nordi Skating: Wintersport ist im Rengsdorfer Land an 365 Tagen im Jahr möglich.
Bild: B. Edling

Auch wenn das RWN-Land nicht zu den klassischen Wintersportgebieten gehöre, „in unserer Region ist Wintersport an 365 Tagen im Jahr möglich“, erklärt Stefan Puderbach, Vorsitzender des SRC Ski- und Rollsportverein Heimbach-Weis. Und in seiner Funktion als DSV-Übungsleiter Oberstufe Ski Nordisch macht er deutlich: „Trotz der zum Teil sehr unregelmäßigen Schneefälle können wir Skilanglauf als Ganzjahrestraining mit Ski-, Inline-Skating, Rollski und Nordic Blading anbieten.“

Dafür arbeitet der Verein seit Jahren intensiv mit der Verbandsgemeinde Rengsdorf und der dortigen Skiabteilung des TV Rengsdorf zusammen. Bei der Gründung des DSV Nordic aktiv Walkingzentrums Rengsdorfer Land wurde beschlossen, die Skilanglaufloipen wie die Nordic-Walking-Strecken über die 14 Ortsgemeinden der VG Rengsdorf zu verteilen.

Die Besonderheit der Loipen besteht darin, dass sie bei Schneemangel in Form von Nordic Walking auf von DSV-zertifizierten Strecken genutzt werden können und direkt an das DSV Nordic aktiv Ausbildungszentrum Skiverband Rheinland angebunden sind. Zudem ist die sportliche Variante von Skilanglauf, das Nordic Skating mit Rollski, auf den Radwegen der VG Rengsdorf möglich.

Schneetechnisch ganz anders stellt sich die Situation im Hohen Westerwald rund um die benachbarten Berge Salzburgerkopf ( 630 Meter über NN ), Fuchskaute ( 657 m ) und Stegskopf (654 m) dar: Als heimische Wintersportregion ist sie nicht nur ein Geheimtipp für Einheimische. „Bereits 1895 schnallte sich der Neuwieder Ski-Pionier Siegfried Koch hier Skier an“, erinnert Stefan Puderbach an die Anfänge des Skisports im rheinischen Westerwald. „Es wurde ein Rodelbahn und eine Skisprungschanze angelegt und die ersten Skitouristen konnten es sich in der Siegfriedhütte bequem machen.

Sotschi soll weiteren Schub bringen

Und vor genau 100 Jahren organisierte er am Stegskopf einen ersten Schneeschuhlauf.“ Grund genug, die offene Clubmeisterschaft des SRC  auf der Loipe am Salzburgerkopf auszutragen, bei der auch Aktive des WSV Salzburgerkopf, des SV Stegskopf Emmerzhausen und der WSG Bad Marienberg teilnahmen.

„Besonders Biathlon ist gefragt“, geht Stefan Puderbach auf die aktuelle Aktivenzahlen ein. „Wir erwarten von Sotschi natürlich einen weiteren Schub – und mit unseren Angeboten sind wir bestens gerüstet für die Zeit danach“, gibt sich der Wintersportler optimistisch. Insbesondere für den Nachwuchsbereich: Hier unterstützen neuerdings Thüringer Trainer die Aktivitäten.

„Da hier vorwiegend auf Rollski trainiert wird, ist das eine ganz tolle Disziplin für Kinder und Jugendliche“, weist der Übungsleiter auf die kommenden Rheinlandmeisterschaft im Biathlon mit Lasergewehr hin. Sie findet statt am 15. Februar, ab 11 Uhr, am Sportplatz Bonefeld.

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