Seltene Farbe in der Natur – die Trickkiste der Gärtner


Blaue Pracht im Garten

Auch wenn in der Welt der Pflanzen die Farbe Blau eher selten vorkommt: Blau blüht nicht nur der Enzian. Auch Schwertlilien, Vergissmeinnicht, Korn- sowie Bartblumen, Traubenhyazinthen und vor allem die blaue Hortensie erfreuen die Menschen mit ihrer opulenten, himmelfarbenen Blütenpracht auf Terrasse und Balkon.

Blau blüht die Bauernhortensie nur, wenn der Gärtner etwas nachhilft: Zunächst mit der Zugabe von Aluminium oder „Hortensienblau“, später mit kalkarmen Wasser.
Bilder: obs/Blumenbüro

Sie ist erhältlich unter anderem in den Shops von „weberflowers“ in Asbach und Unkel, denn als eine der wenigen Blühpflanzen besitzt die Hortensie die Fähigkeit, ihre üppigen Blüten mit etwas menschlicher Unterstützung in verschiedene Blautöne zu färben. Und so gilt die Hortensie für viele als Inbegriff eines sommerlichen Gartens. Mit Bauern-, Rispen-, Annabelle- oder auch Kletterhortensien deckt sie zudem verschiedene Formen und Farben ab, die alle eins gemeinsam haben: Ihre ungemeine Blütenfülle.

Insgesamt sorgen über 80 verschiedene Sorten und ein breitgefächertes Farbspektrum für jede Menge Abwechslung bei dem Klassiker in deutschen Gärten, deren Blütenpracht sich insbesondere in den warmen Sommermonaten von Juni bis August entfaltet und jeden Garten dann mühelos in ein Wohlfühlparadies für Mensch und Tier verwandelt. Hierfür bedarf es nur weniger Pflanzen in verschiedenen Kübeln beziehungsweise Töpfen oder eines großen Hortensienstrauches einschließlich ein paar Handgriffen.

Blau wird durch Mineralstoffe erzeugt

Beim Begriff „Hortensie“ denkt die Mehrheit der Gartenfreunde übrigens an die „Bauernhortensie“, die beliebteste Art der Blühpflanzen. Ihre gefüllten Blütensorten weisen die charakteristischen Blühkugeln auf, die in Weiß über Rosarot bis hin zu Azurblau und Blauviolett daherkommen und bis in den Herbst hinein in Beet und Topf für Farbwunder sorgen. Für die Färbung von Hortensienblüten in der royalen Farbe Blau benötigen ambitionierte Hobbygärtner lediglich einen präparierten Boden und als Zugabe bestimmte Mineralstoffe.

Der Boden im Beet oder Topf sollte sauer sein, das heißt einen pH-Wert von 4,0 bis 4,5 aufweisen. Bei basischem Boden kann mit der Beigabe von Rhododendron-Erde ausgeholfen werden, um den gewünschten Säuregehalt herzustellen. Möglichst vor Austrieb der Blüten sollte der Erde zudem Aluminium, unter anderem erhältlich in den Vorteil-Baucentern,  zugemischt werden.

Durch die saure Erde wird es möglich, dass sich die Wirkstoffe in den Farbstoffen der Blüte einlagert und die Hortensie in Blau erblüht. Um die Blaufärbung der Blüten dauerhaft zu erhalten, sollte die Hortensie mit sehr kalkarmen oder Regenwasser gegossen werden. Denn beim Gießen mit kalkhaltigem Wasser verändert sich der pH-Wert des Bodens unter Umständen in Richtung basisch, was wiederum zur Umfärbung der Blüten in ein helles Rosa führt. (imr)

 

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