Biffy Clyro – „A Celebration of Endings“

 

Blick nach vorn

Biffy Clyro haben ihr neues Album „A Celebration of Endings“ für den 14. August angekündigt. Der Nachfolger von „Ellipsis“ (2016) wird dann auch bei Medimax in Asbach und Unkel erhältlich sein.

Die Schotten von Biffy Clyro melden sich mit „A Celebration of Endings“ zurück.
Bilder: Warner/Ash Roberts

Die Herangehensweise der Band an Album Nummer acht war denkbar simpel: sich das Frische und Unverbrauchte zu bewahren und weiterhin mit großen Augen über das staunen, was sie tun. Sich überraschen, selbst und gegenseitig. Die Dinge bis zu ihren äußersten Extremen treiben.

„Der Titel handelt davon, die Schönheit der Veränderung zu sehen anstatt das Traurige“, erklärt Frontmann Simon Neil. „Veränderung bedeutet Wachstum und Entwicklung. Du kannst alles bewahren, was du zuvor geliebt hast, aber lass uns einiges von dem negativen Scheiß loswerden. Es geht um den Versuch, die Kontrolle zurückzuerlangen.“

Spielerisch zu neuen Extremen

Klanglich treiben Biffy Clyro die äußeren Ränder ihres Sounds spielerisch zu neuen Extremen – oftmals im Verlauf eines einzigen Songs. Der Eröffnungstrack „North of No South“ etwa knallt hart rein, bevor sich der Raum für die Johnston-Brüder öffnet, die ihn mit gleißenden Vokalharmonien zu füllen wissen. „The Champ” hingegen hat Piano und cineastische Streicher zu bieten, die sich mit Biffy Clyros gezackten Rhythmen verbinden, ohne dabei auch nur einen Moment ihre Geschmeidigkeit zu verlieren.

Andere Songs sind wesentlich direkter. „Tiny Indoor Fireworks“ ist eine unmittelbare Rock-Hymne, und „Space“ tritt derweil das natürliche Erbe ihrer Hymnen „Many of Horror“ und „Rearrange“ an. Es schickt eine aufrichtige Botschaft der Versöhnung an eine geliebte Person und gehört zu den zartesten, ungeschütztesten Momenten in Biffy Clyros neuem Werk.

Wie kann man ein derart vor Vielfalt strotzendes Album abschließen? Biffy Clyro beantworten die Frage mit dem autobiografischen „Cops Syrup“. Es hat das wilde Trommelfeuer von „The Vertigo of Bliss“, macht einen Abstecher in den Sub-Pop-Grunge und dreht sich zum Ende erneut um die eigene Achse, zunächst durch himmlische Orchestrierung und dann mit einem finalen Gewaltausbruch. Ein Ende zum Feiern.

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