Rossinis „Semiramide“ wird im Cine 5 gezeigt


Blockbuster gerät fast in Vergessenheit

Erstmals seit 25 Jahren wieder in der Met: Rossinis „Semiramide“
Bild: Met/Winnie Klotz

Für alle, die sich an der wahrscheinlich höchsten Ausdrucksform der Kunst zu erfreuen wissen, hat das Cine 5 in Asbach am Samstag, 10. März, ab 19 Uhr, ein besonderes musikalisches Highlight in seinem cineastischen „Live aus der Met“-Programm: „Semiramide“, Gioachino Rossinis letzte Opera seria. Erstmals seit rund 25 Jahren ist das weltweit ganz selten aufgeführte Meisterwerk in einer Inszenierung von John Copley mit Maurizio Benini am Dirigentenpult und Angela Meade in der Titelrolle der mörderischen Königin wieder an dem bedeutenden Opernhaus zu sehen.

Wenn die Musikwelt im kommenden Herbst Gioacchino Rossinis 150. Todestag gedenkt, wird man sich auch der besonderen Stellung erinnern, die diese Oper im Schaffen des großen Komponisten einnimmt. Denn „Semiramide“ zählte in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts nicht nur zu den meistgespielten Opern, sie erzielte bei der Uraufführung am 3. Februar 1823 auch einen so großen Erfolg, dass das Werk einen Monat lang fast täglich wiederholt werden musste. Dabei offenbart die gut vierstündige epische Musiktragödie die verzweifelten Versuche der Protagonisten, der unerbittlichen Macht des Schicksals zu entkommen, die Kontrolle über die Folgen des eigenen Handelns zu behalten und sich aus den undurchschaubaren Verstrickungen aus Macht, Gewalt und Leidenschaft zu lösen.

Schicksalhafte Auseinandersetzung

Die Handlung spielt in Babylon und folgt weitestgehend der gleichnamigen Tragödie von Voltaire. Semiramide hat vor Jahren gemeinsam mit Prinz Assur ihren Gatten, König Nino, vergiftet und regiert seither Babylon mit Erfolg. Der Hohepriester Oroe drängt sie jedoch, endlich einen männlichen Nachfolger zu bestimmen. Während Assur sich schon in dieser Rolle und an der Seite von Prinzessin Azema sieht, verfolgt die Königin andere Pläne. Denn sie hat sich in Arsace, den jungen Anführer des assyrischen Heeres, verliebt und beabsichtigt, ihn an ihrer Seite zum neuen König zu machen – nichtsahnend, dass dieser ihr tot geglaubter Sohn Ninia ist.

Arsace, der ebenfalls Azema liebt, ist von diesem Vorhaben zwar nicht begeistert, willigt aber ein, dem Befehl seiner Königin Folge zu leisten. Doch dann tritt – wie in „Hamlet“ – der Geist des Ermordeten aus der Grabkammer hervor und orakelt, dass Arsace erst herrschen werde, wenn die beiden Schuldigen ihre gerechte Strafe erhielten.  Dieser will allerdings nur Assur für den Mord zur Rechenschaft ziehen. Und so kommt es in der Grabkammer des Königs zu einer schicksalhaften Auseinandersetzung mit dramatischem Ausgang. (imr)

 

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