Brüder und ihre Weinschwestern

Die Weinbruderschaft Mittelrhein-Siebengebirge, auch Rheinweinbruderschaft genannt, hat sich die Förderung der Weinkultur vom Unteren Mittelrhein zur Aufgabe gemacht. Regelmäßig kommen die Mitglieder der Weinbruderschaft zu lockeren Treffen, Veranstaltungen und Weinproben zusammen.

Die Mommentaufnahme täuscht: Die Weinbruderschaft lässt seit eh und je auch Weinschwestern zu.
Bild: Privat

Die Weinbruderschaft Mittelrhein-Siebengebirge entstand aus einem Kreis von kulturinteressierten Weinfreunden aus Bad Honnef und Umgebung, die seit 1983 zunächst Weinseminare unterschiedlicher Thematik an der Volkshochschule Siebengebirge besuchten, viel zusammen hinsichtlich Wein und Kultur unternahmen sowie diverse Weinproben organisierten. „Von Anfang an waren auch Frauen mit dabei, weswegen es bei uns im Gegensatz zu anderen Weinbruderschaften auch Weinschwestern gibt“, erläutert Dankward Heinrich, der der Sprecher der Weinbruderschaft Mittelrhein-Siebengebirge ist.

Die etwa 40 Mitglieder der Rheinweinbruderschaft sind alle vom unteren Mittelrhein und seinen Nebenflüssen, wobei der regionale Schwerpunkt auf Bad Honnef und Rheinbreitbach liegt. Aber einige der Weinbrüder und -schwestern kommen auch aus Köln, Bornheim, Stadt Blankenberg, Bonn, Erpel,
Unkel, Bruchhausen und Leutesdorf zu den Veranstaltungen der Rheinweinbruderschaft. So lädt die Weinbruderschaft jeden ersten Freitag des Monats um 19 Uhr ins Weinhaus „Zur Traube“ (Gästehaus Korf, Lühlingsgasse 5) in Unkel ein. „Unsere Monatstreffen sind öffentlich. Leute, die an Wein und Kultur interessiert sind, sind dort immer willkommen“, erklärt der Rheinbreitbacher Heinrich.

Daneben finden mehrmals im Jahr Weinproben statt und jährlich gibt es auch Ausflüge in bekannte und weniger bekannte Weinanbaugebiete Deutschlands und des benachbarten Auslands. Zudem dokumentiert die Rheinweinbruderschaft die Weinkultur vom Unteren Mittelrhein, derzeit von Bonn bis Leutesdorf, auf ihren Internetseiten (www.rheinweinbruderschaft.de) und die Mitglieder halten außerdem Vorträge.

Zur Tradition der Weinbruderschaft gehört es auch,  den verstorbenen Bonner Gelehrten und Weinfreund Karl Simrock zu seinem Geburtstag um den 28. August herum an seinem Haus Parzival am Menzenberg in Bad Honnef mit einem Gläschen Wein hochleben zu lassen. „Wir pflegen auch eine Weinrebe am Haus Parzival“, sagt Heinrich, der darauf hinweist, dass die Bruderschaft kein Verein ist, sondern eine lockere Vereinigung von Wein- und Kulturinteressierten.

 

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