Wehrleiter mahnt zur Sorgfalt


Damit nur die Kerzen brennen

Weihnachten ist die Zeit der Besinnung – und der Wohnungsbrände. Ursache sind oft unbeaufsichtigt brennende Kerzen. Damit es nicht soweit kommt, empfiehlt Arnold Schücke, Wehrleiter der Feuerwehr der VG Asbach, sich die Gefahren bewusst zu machen, Vorsorge zu treffen und im Notfall einen kühlen Kopf zu bewahren.

Bei Kerzen sollten einige Vorsichtsmaßnahmen bedacht werden, mahnt Wehrleiter Arnold Schücke (kleines Bild).
Bilder: obs/AXA, privat

Wer es bei Adventskranz und Weihnachtsbaum ganz klassisch mag, setzt auf echte Kerzen – die stimmungsvolle Atmosphäre birgt jedoch ein erhöhtes Brandrisiko. „Damit nur die Kerzen brennen und nicht der Baum, die Wohnung oder gar das ganze Haus ist es wichtig, immer wieder auf die besonderen Gefahren in der Adventszeit hinzuweisen“, so Wehrleiter Arnold Schücke.

Denn im Dezember brennt es so oft wie in keinem anderen Monat. Die Zahl der Feuerschäden steigt im Advent laut Statistik regelmäßig um rund 40 Prozent an. Bei fast jedem zehnten Deutschen sind laut Umfragen Adventskranz, Gesteck oder Weihnachtsbaum schon einmal in Flammen aufgegangen. Daher heißt es schon beim Kauf der Kerzen „Augen auf!“ Qualitativ hochwertige Kerzen haben ein RAL-Gütezeichen, das darauf hinweist, dass die Kerze verschiedene Prüfungen etwa zu Abbrennverhalten, Tropffestigkeit, Rußverhalten und Nachglühen des Dochtes bestanden hat.

Wer sich beim Kauf des Baumes für ein Exemplar entscheidet, bei dem die Äste nicht zu dicht gewachsen sind, handelt im Sinne des vorbeugenden Brandschutzes. Beim Platzieren der Kerzen ist nämlich darauf zu achten, dass jede Kerze genug Abstand zum Ast darüber hat. Sie sollten auch mit richtigen Haltern an den Tannenzweigen befestigt werden und nicht mit einem Draht an den Zweig gebunden werden. Beim Anzünden der Kerzen wird empfohlen, von hinten nach vorn und von oben nach unten vorzugehen. Das Löschen der Kerzen erfolgt dann in umgekehrter Reihenfolge. „Lassen Sie die Kerzen nie komplett abbrennen“, mahnt Arnold Schücke weiterhin. „Das trockene Tannengrün ist leicht entzündlich.“

Zudem sei es ratsam, Kerzenflammen nicht auszublasen, sondern mit einem Kerzenlöscher zu ersticken. Weil Unachtsamkeit Brandursache Nummer eins ist, appelliert der Wehrleiter eindringlich: „Bei echten Kerzen am Tannenbaum: Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen lassen. Auch ist es ratsam einen Wassereimer, Feuerlöscher oder Löschspray immer griffbereit zu haben.“ (imr)

 

 

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