Internationale Veranstaltungen im RWN-Land

 

Das Europa der Region

In politischen Debatten ist gerne mal vom Europa der Regionen die Rede. Die RWN-Redaktion wirft stattdessen einen Blick auf das Europa der Region. Die vielfältigen Veranstaltungen zeigen: Europa – auch jenseits der Grenzen der EU – ist aus dem Gebiet am Rhein und im Westerwald nicht mehr wegzudenken.

Bosnien und Herzegowina:
Ein aufstrebender junger Akkordeonist aus Bosnien und Herzegowina steht im Mittelpunkt des Sonntagskonzerts am 26. Mai um 17 Uhr in der Biologischen Station in Eitorf. Dragan Ribic verfügt über ein vielfältiges Repertoire an klassischer Musik, das Barockmusik, Originalwerke für das Instrument und Unterhaltungsmusik umfasst. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 6 Euro. Für Kinder und Jugendliche ist der Eintritt frei.

 

Frankreich:
Französische Lebensart und landestypische Leckereien von Käse bis Wein erwarten die Besucher des ersten „Französischen Marktes“ am 15. und 16. Juni von 11 bis 18 Uhr auf dem Marktplatz in Linz.

Bei „Provence: Musikalisch-literarische Begegnungen im Land des Lichts“ werden zudem am 30. Juni um 19 Uhr romantisch-impressionistische Meisterwerke von der Soloharfenistin Giedré Siaulyté in der Oberen Burg in Rheinbreitbach dargeboten. Die Musik sowie Texte von Autoren wie Stefan Zweig und Kurt Tucholsky lassen die bezaubernde Atmosphäre der französischen Landschaft lebendig werden. Für provenzalische Bewirtung sorgt der Förderkreis. Der Eintritt kostet 18 Euro.

 

Italien:
„Die rheinische Toskana“ heißt eine Führung, die der Leutesdorfer „Arbeitskreis Kultur“ am Samstag, 1. Juni, anbietet. Die Teilnehmer erfahren dabei ab 16.15 Uhr etwas über die Künstler, die im 19. Jahrhundert in Leutesdorf tätig waren und die der Lichteinfall und das mildere Klima dort an die italienische Toskana erinnerten. Im Rahmen der Führung werden zeitgenössische Künstlerinnen mit den Teilnehmern interagieren. Zudem gibt es eine musikalische Darbietung in der Pfarrkirche St. Laurentius, die auch der Ausgangsort der Führung ist. Den Abschluss bildet ein Imbiss im Weingut Karl Hugemann. Die Teilnahme kostet 15 Euro (Vorverkauf im Hotel Leyscher Hof).

 

Deutschland:
Von einer Reise durch Deutschland erzählt Autor Jörn Klare in seinem Buch „Nach Hause gehen“, aus dem er bei den Westerwälder Literaturtagen am Freitag, 24. Mai, um 19 Uhr in der Evangelischen öffentlichen Bücherei Bad Hönningen liest. Von seiner Berliner Haustür aus wanderte Klare an den Ort seiner Kindheit am Rand des Ruhrgebiets. Sein Weg führte ihn erst durch Ostdeutschland, das ihm immer noch fremd ist, dann durch Westdeutschland, das ihm oft nicht mehr vertraut ist. An Orten, die „Alte Hölle“, „Elend“ oder „Wilde Wiesen“ heißen, begegnete er Menschen, die ihre Heimat lieben, an ihr leiden und für sie kämpfen. Karten kosten im Vorverkauf 8 (ermäßigt 5) Euro, an der Abendkasse 2 Euro mehr.

 

Niederlande:
Mit dem Stadtjugendring Königswinter erkunden Jugendliche ab 14 Jahren das niederländische Ijsselmeer sowie die vorgelagerten Nordseeinseln vom 27. Juli bis 2. August. Ein internationales Betreuerteam wird an Bord zweier Traditionssegler für interkulturelles Flair und englische Bordsprache sorgen. Beim Segeln, Spielen, Schwimmen und bei Landgängen wird so unkompliziert Sprachpraxis gesammelt. Für Jugendliche aus Bad Honnef und Königswinter kostet die Teilnahme 440 Euro, für alle anderen 480 Euro. Weitere Infos: www.stadtjugendring-koenigswinter.de.

 

Polen:
Die deutsch-polnische Wanderausstellung „Im Fluss der Zeit. Jüdisches Leben an der Oder“ des Deutschen Kulturforums östliches Europa (DKF) ist seit Mitte Mai im Haus Schlesien in Königswinter-Heisterbacherrott zu sehen. Sie lädt dazu ein, das deutsch-polnisch-jüdische Kulturerbe dieser Landschaft neu zu entdecken. Der Eintritt kostet 3 Euro, Schüler und Studenten zahlen 1,50 Euro.

 

Schweden:
Einen schwedischen Kinderbuchklassiker bringt das „Theater auf Tour“ am Samstag, 1. Juni, um 16 Uhr in der Halle Meiersheide in Hennef auf die Bühne. Der Astrid Lindgrens Feder entsprungene „Michel aus Lönneberga“ hat mehr Unfug im Kopf als irgendein anderer Junge. Die Inszenierung richtet sich an Kinder ab vier Jahren. Karten kosten 10 und 12 Euro. Erhältlich sind sie bei der Stadtkasse im Hennefer Rathaus.

 

Spanien:
Wem „Hablar – comer – cocinar en español: Tapas, vino y conversación” spanisch vorkommt, der liegt richtig. Bei der so betitelten Veranstaltung der VHS Rhein-Sieg am Donnerstag, 4. Juli, von 18.30 bis 21.30 Uhr in der Küche im VHS-Studienhaus in Siegburg bereiten die Teilnehmer gemeinsam Tapas – das Fingerfood der Spanier – zu, verkosten es mit „vino tinto“ und unterhalten sich dabei angeregt auf Spanisch. Das Angebot richtet sich auch an Interessierte mit nur geringen Sprachkenntnissen. Die Teilnahme kostet 25,10 Euro inklusive Speisen. Anmeldungen sind unter www.vhs-rhein-sieg.de möglich.

Vereinigtes Königreich:
Noch immer sind die Songs der Beatles ein besonderer Exportschlager aus England. Die meisten Produktionen der „Fab Four“ sind längst zu Ohrwürmern geworden. Gut für das Mitsingkonzert, das am Sonntag, 26. Mai, ab 19 Uhr in der Halle Kabelmetal in Windeck über die Bühne gehen soll. Musikalisch unterstützen dabei Thomas Weber, Norbert Schuster, Peter Zerfovsky und Frank Christgen. Die Liedtexte werden zum Mitsingen an die Wand projiziert. Weitere Infos: www.kulturinitiative-windeck.de

„Very british“ ist der Titel eines weiteren Konzerts, das der Chor „Rheingehört“ am Samstag, 25. Mai, um 18.30 Uhr in der Burg Unkel veranstaltet. Begleitet vom Pianisten Werner Niegl präsentieren die Sänger britische Songs wie Queens „Bohemian Rhapsody“ oder das königliche Lied „Land of Hope and Glory“. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Bei der „Tea Time Tour“ auf Schloss Drachenburg in Königswinter am Sonntag, 9. Juni, um 14 Uhr begleiten die Teilnehmer die Hausdame auf einer spannenden Reise hinter die Kulissen und hören anschließend bei Scones, Muffins und Tee fesselnde Geschichten über die englischen Rheinreisenden und die Rheinromantik. Die Teilnahme kostet 8 Euro zuzüglich Eintritt.

 

Österreich:
Eine Jubiläumsfeier ist offenbar nicht geplant, aber die Partnerschaft zwischen Linz am Rhein und dem österreichischen Linz an der Donau hat in diesem Jahr inoffiziell seinen 100. Geburtstag. Andrea Rönz vom Linzer Stadtarchiv hat jedenfalls herausgefunden, dass der offizielle Kontakt zwischen den Namensschwestern im Dezember 1919 entstand. Die Stadtverordnetenversammlung am Rhein beschloss einen Tag vor Weihnachten „für die in Not befindlichen Österreicher“ einen Betrag von 1000 Mark zur Verfügung zu stellen. Im August 1920 reisten rund einhundert Kinder von der Donau an den Rhein. (eg)

 

 

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