Die RWN-Medienschule


Der Meme-Kultur droht das Ende

as Stockbild mit dem „Distracted Boyfriend“, die Lolcats oder der Frosch Kermit – im Internet sind sie berühmt als sogenannte Memes. Das sind bekannte Bilder, Videos oder Texte, die mit kurzen, prägnanten neuen Texten oder einzelnen Wörtern kombiniert werden und vor allem über soziale Medien schnell und breit verteilt werden.

„Grumpy Cat“, die mürrische Katze, zählt zu den bekanntesten Internet- Memes der Welt. Was sie wohl von der EU-Urheberrechtsreform hält?
Bild: Gage Skidmore

Mehr als jeder dritte Internetnutzer in Deutschland hat laut einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom schon einmal öffentlich Memes geteilt. Rund ein Drittel der Nutzer haben zudem bereits selbst Memes erstellt, etwa jeder vierte sie privat in Messengern geteilt.

„Memes sind häufig als Parodie oder Satire angelegt. In sozialen Netzwerken oder Online-Foren gibt es regelrechte Wettbewerbe, wer die besten Memes kreiert“, sagt Judith Steinbrecher, Bitkom-Bereichsleiterin für Urheberrecht.

Vor allem bei jüngeren Internetnutzern sind Memes beliebt. Mehr als vier von zehn der 16- bis 29-Jährigen teilen solche Bilder und Videos regelmäßig. Mehr als jeder Dritte der jüngeren Nutzer stimmt sogar der Aussage „Memes sind Kunst“ zu. Ein gutes Viertel findet sie allerdings auch nervig.

„Memes sind Teil der Netzkultur“, so Steinbrecher. Durch die derzeit vor dem Abschluss stehende EU-Urheberrechtsreform sei diese Kultur aber gefährdet – auch wenn die Politik versuche, Parodien oder Satiren durch Memes vom Anwendungsbereich der neuen Regelung auszunehmen. „Die praktische Umsetzung würde dazu führen, dass der Upload von Memes zunächst von automatisierten Filtern geblockt wird.“

 

 

 

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