Die RWN-Medienschule

 

Die Gesundheit wird digital

„Gesundheits-Apps können für ältere Menschen besonders wertvolle Hilfe leisten“, ist Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder überzeugt. „Sie unterstützen bei der regel­mäßigen Einnahme von Medikamenten, informieren über die eigenen Vitalwerte und geben Ansporn für ein gesundes Leben.“

Mit dem Smartphone lassen sich bequem Gesundheits- und Fitnessdaten erfassen
Bild: Presseagentur Funk

Gerade die Corona-Pandemie scheint viele für dieses Thema sensibilisiert zu haben. Einer Bitkom-Studio zufolge haben rund drei von zehn Internetnutzern über 65 Jahren bereits Anwendungen genutzt, die beim Sport, gesunder Ernährung oder anderen Gesundheitsthemen unterstützen. Im Januar wurden derartige Apps nur von jedem vierten Senior genutzt.

Am weitesten verbreitet sind dabei Apps, die Körper- und Fitnessdaten wie Herzfrequenz, Blutdruck oder gegangene Schritte protokollieren, gefolgt von digitalen Gesundheitshelfern, die lediglich allgemein über Gesundheits-, Fitness-, Gewichts- oder Ernährungsthemen informieren.

Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich außerdem Apps, die beides miteinander verbinden, also auf Grundlage der aufgezeichneten Körper- und Fitnessdaten Motivations- oder Verhaltensratschläge geben. Ebenso sind Apps für spezielle gesundheitsfördernde Übungen wie der physiotherapeutischen Rückengymnastik verfügbar. Im Alltag praktisch sind darüber hinaus Apps, die an Impfungen oder an die Einnahme von Medikamenten erinnern.

In Zukunft dürfte das Angebot solcher Gesundheitsapps noch deutlich größer werden, erwartet Rohleder, auch weil sich bestimmte Apps künftig auf Rezept beziehen lassen sollen, die gesetzliche Grundlage sei dafür bereits gegeben.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.