Museen in der Region öffnen nach und nach ihre Pforten

 

Die Wiedersehensfreude ist groß

Schritt für Schritt Richtung Normalität – so könnte die Situation der Museen und historischen Einrichtungen in der Region in diesen Tagen bezeichnet werden. Nach wochenlangem Shutdown gibt es jedenfalls schon eine ganze Reihe von Wiedersehens-Terminen.

Das Willy-Brandt-Forum ist seit Mitte Mai wieder geöffnet. Maximal 15 Personen können gleichzeitig die Ausstellung besichtigen.
Bild: WBF (RWN-Archiv)

Seit Mitte Mai hat das Willy-Brandt-Forum in Unkel wieder geöffnet. Die Eröffnung erfolgt schrittweise. Zunächst wird donnerstags bis sonntags geöffnet sein. Es gilt eine Maskenpflicht für Besucher und Mitarbeiter im Museum. Maximal dürfen 15 Personen gleichzeitig die Ausstellung besichtigen. Gruppenführungen sind nicht möglich. Im Vorraum des Museums befindet sich eine Hygienestation für die Besucher.

Auf dem Wartegleis steht noch das Eisenbahnmuseum in Asbach. Die Hoffnung richtet sich auf den 12. Juli oder den 9. August. Die Freunde von Diesel- oder Dampfloks schauen mit Sorge schon in den Herbst, denn dann soll das 20-jährige Bestehen der Einrichtung im alten Asbacher Güterbahnhof gefeiert werden.

Die Martin-Kirche in Linz, bekannt auch wegen der historischen Wandmalereien, kann unter Einhaltung von Corona-Regelungen an den Öffnungstagen (freitags bis sonntags) besichtigt werden.

In Unkel gibt es „trotzdem“ Kunst

„Jetzt geht es los“, so kann zwar der Vorsitzende des Heimatvereins Rheinbreitbach, Dankward Heinrich, frohlocken, aber dabei ist die Rede von sehnsüchtig erwarteten Sanierungsarbeiten: Der historische Bau im Schatten der Oberen Burg erhält in den nächsten Wochen die neuen Fenster. Ausdrücklich wurde die Maßnahme mit dem Denkmalschutz abgestimmt. Es werden schmucke Sprossenfenster, wie der Vorsitzende erläutert. Da kann die coronabedingte Zwangspause für das Museum sinnvoll genutzt werden. „Vielleicht noch im Juli, aber unter Umständen auch erst im August können wir dann hoffentlich wieder öffnen“, formuliert Heinrich die Hoffnung des Vereins.

Der Kunst hat sich die Stadt Unkel bekanntlich besonders verschrieben und da finden sich selbst in diesen Zeiten Akteure, die trotzdem ihre Kunst präsentieren können. Genau unter dem Titel „Trotzdem“ läuft seit Tagen eine Kunstausstellung der besonderen Art in Unkel. In Schau- und Atelierfenstern stellen Künstler ihre Werke aus, die zum großen Teil auch einen direkten Bezug zur Corona­-Situation haben. So gibt es beispielsweise eindrucksvolle Fotos vom Stillstand im öffentlichen Leben. (fu)

 

 

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