Taxi-Unternehmer berichten positiv über jecke Gäste

 

„Diese Fahrten sind immer lustiger“

Gefeiert, getanzt, gebützt und viel zu viel gesüffelt – wenn die Karnevalssaison auf Hochtouren läuft, tanzen nicht nur die Narren vor Freude. Angesichts klingelnder Kassen machen auch die Taxifahrer der Region Luftsprünge. Zuverlässig und mit stoischer Ruhe sorgen sie dafür, dass die Jecken sicher und auf schnellstem Wege wieder nach Hause kommen. Und die Fahrgäste danken es ihnen in der Regel mit diszipliniertem Verhalten. RWN hat sich bei den freundlichen Chauffeuren umgehört.

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Die fünfte Jahreszeit ist ein Garant für gute Umsätze der hiesigen Taxi-Unternehmen.
Bild: Daimler AG

Der Karneval sei „schon ein wichtiges wirtschaftliches Standbein für unser Unternehmen“, erklärt Christel Heinrich von Taxi Heinrich in Unkel. „Die tollen Tage zählen fraglos zu den umsatzstärksten allerdings auch arbeitsreichsten. Wir sind rund um die Uhr in der Umgebung unterwegs. In unserer über dreißigjährigen Geschichte hat es noch keine größeren Komplikationen gegeben. Und falls doch was passiert, dann wissen wir uns schon zu helfen. In dieser langen Zeit entwickelt man ja auch einen Blick dafür, in welcher Verfassung ein Fahrgast einsteigen möchte“

Mehr Trinkgeld an den tollen Tagen

Auch Orhan Yarimay, Inhaber von Taxi Niethammer in Bad Honnef, freut sich über die närrischen Extraeinnahmen: „Diese Tage bescheren uns deutlich mehr Fahrten, auch wenn das in den vergangenen Jahren etwas zurückgegangen ist. Meistens werden wir für Fahrten in die nähere Umgebung gerufen.“ Für das Benehmen seiner Fahrgäste ist der Taxi-Unternehmer voll des Lobes: „Wenn einer nicht mehr wusste, wo er wohnt, dann ist das die Ausnahme.“ Erfreulich sei auch, „dass deutlich mehr Trinkgeld als an normalen Tagen fließt.“

Dass die fünfte Jahreszeit Garant für gute Umsätze ist, kann Horst Andree, Taxi-Unternehmer aus Raubach, für seinen Betrieb hingegen nicht bestätigen. Wenn er die zurückliegenden Jahre betrachtet, ist eher das Gegenteil der Fall. „In dieser Fast-Karneval-Diaspora gibt es kaum noch eine Veranstaltung. Weil jedoch die Regelfahrten für uns ausfallen, tendieren diese Tage für uns eher in Richtung Verlustgeschäft.“

Über einen Mangel an Arbeit, Fahrten und demzufolge auch Umsatz wiederum kann und will sich André Kukula, Inhaber von Taxi Solscheid in Asbach, nicht beschweren. „Diese Tagen sind zwar sehr anstrengend, doch dafür auch sehr umsatzstark.“ Stress mit Fahrgästen ist auch für ihn ein Fremdwort: „Die Fahrten in dieser Zeit sind immer lustiger als normal – vor allem wenn sie den Bus voll mit Jugendlichen haben.“

„Karneval ist immer eine gute Zeit für uns“, bestätigt auch Taxi-Unternehmer Thomas Rüth aus Horhausen die „Hoch-Zeit“. „Ähnlich wie Silvester oder 1. Mai sind diese Tage eine feste Einnahmegröße. Je nach Veranstaltung sind wir mit bis zu 5 Fahrzeugen unterwegs. Gravierendes ist bisher noch nicht vorgefallen, auch weil wir viele Stammgäste befördern“, zollt er seiner Klientel Anerkennung. „Wir sehen ja, in welchem Zustand die Leute einsteigen und können schon genau unterscheiden, wen und ob wir ihn befördern.“

 

 

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