In den Wintermonaten steigt das Einbruchrisiko


Dunkelheit macht Diebe

Winterzeit ist Einbruchszeit. In der dunklen Jahreszeit verzeichnet die Polizei jedes Jahr einen enormen Anstieg an Wohnungseinbrüchen. Denn im Herbst und Winter dämmert es bereits in den Nachmittagsstunden, während sich viele noch am Arbeitsplatz oder beim Einkaufen befinden, sodass Diebe den Schutz der Dunkelheit zum Auskundschaften und Ausräumen nutzen können.

Ein Polizist bei der Spurensicherung: Hier wurde ein ungesichertes Fenster zum Einfalltor für die Langfinger.
Bild: polizei-beratung.de

Einbrüche und Diebstähle verursachten im vergangenen Jahr einen Schaden von 310 Millionen Euro allein an Diebesgut, ganz zu schweigen von den psychischen Folgen für die Bewohner. Häufig sind Profis am Werk, die auf besondere Schwachstellen wie nicht oder nur unzureichend gesicherte Fenster, Balkon- und Terrassentüren achten.

Das Ziel eines jeden Einbruchschutzes sollte deshalb sein, derartige Versuche weitestgehend zu verhindern, aufzudecken und gegebenenfalls Hilfe zu holen. Denn um nicht erwischt zu werden, suchen die Einbrecher meist schon nach einigen erfolglosen Sekunden beim Aufbrechen von Fenstern oder Türen das Weite. Ähnlich schnell geben sie ihr Vorhaben auf, wenn sie sich beobachtet fühlen.

Am dringlichsten bleibt laut Experten des Bundesverbands für Sicherheitstechnik (BHE) die Grundsicherung des Eigenheims. Hier sollten Hausbesitzer insbesondere Terrassentüren und Fenster im Erdgeschoss mit Sicherheitsprodukten ausstatten, die den aktuellen Din-Normen entsprechen. Besonders umfassenden Schutz biete der zusätzliche Einbau einer Alarmanlage. „Sie reagiert sofort auf jeden Einbruchsversuch und meldet ihn direkt einer Notruf- oder Serviceleitstelle“, erklären die Spezialisten des BHE. Im Idealfall können die Täter dann noch auf frischer Tat ertappt werden.

Dieses Ziel verfolgt die Kriminalinspektion Neuwied auch mit polizeilichen Großkontrollen entlang der An- und Abfahrten der Autobahn A3 im Kreis Neuwied. Die bisherige Bilanz: Bei insgesamt 461 Fahrzeug- und 684 Personenkontrollen wurden sechs Festnahmen vollzogen.

„Doch nicht nur die Polizei kann den Wohnungseinbruch aktiv bekämpfen. Jeder einzelne kann etwas dagegen tun, Opfer einer solchen Straftat zu werden“, erinnert Christina Koch, Mitarbeiterin im Sachbereich Einsatz des Polizeipräsidiums Koblenz, an die Aktion „Wachsamer Nachbar“.

Ihre Empfehlung: „Seien sie wachsam!“ Jeder noch so unbedeutend wirkende Hinweis könne im Einzelfall entscheidend sein. „Achten Sie auf verdächtige Fahrzeuge und Personen in Ihrem Wohngebiet und melden Sie diese der Polizei, ohne sich jedoch selbst in Gefahr zu bringen. Täter, die sich beobachtet fühlen, lassen möglicherweise von ihrem Tatvorhaben ab.“ (imr)

 

 

 

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