„Eimol Prinzessin zo sin“

„Eimol Prinz zo sin…“. Für Lena Pasternak müsste dieses bekannte Kölsche Karnevalslied ein wenig umgetextet werden. Denn das junge Mädchen aus Unkel-Heister wollte schon von Kindesbeinen an einmal Karnevalsprinzessin in Unkel sein. Und nun ist sie es.

Wagenbau der Prinzessin KG Unkel

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, das Schloss für Prinzessin Lena baut Familie Pasternak in Eigenregie.
Bild: H.-W. Lamberz

Es ist ein Amt, das die ganze Familie Pasternak in den jecken Wochen auf Trab hält. Denn eine echte Prinzessin braucht natürlich auch eine richtige Burg. „Das Grundgerüst stand ja aus dem Vorjahr, aber nun müssen wir es nach den Wünschen unserer Tochter umbauen“, so Prinzessinnen-Mutter Tanja Pasternak. Es soll ein richtiges Prinzessinnen-Schloss werden. „Aber nicht in Barbie-Farben“, versichert sie. Die ganze Familie baut mit, von den Großeltern bis zu Freunden sind eine Vielzahl Helfer eingespannt.

Sponsoren halten Kosten im Rahmen

„Das Grundgerüst ist ein sechs Meter langer, 2,5 Meter breiter und etwa drei Meter hoher Wagen. Bis alles fertig ist, werden wohl rund 100 Stunden Arbeit investiert werden“, schätzt Tanja Pasternak. Und nicht nur Zeit, auch Geld kostet so ein Prinzessinnen-Schloss.

„Die Kosten werden sich aber im Rahmen halten“, will die Mutter nicht allzu viel verraten. Kurz vor Rosenmontag wird das Schloss dann bezugsfertig sein. Da eine Prinzessin in Unkel nicht nur hübsch sein sollte und Humor haben, sondern auch freigiebig sein sollte, muss das Schloss mit Wurfmaterial für den großen Rosenmontagszug bestückt werden. „Dabei werden wir von der Karnevalsgesellschaft, aber auch den örtlichen Banken unterstützt“, kann die Familie Pasternak diesen Kostenfaktor ein klein wenig abmildern.

In diesem Jahr wird die Unkeler Kinderprinzessin übrigens ohne „männliches“ Pendant auskommen müssen. „Es hat sich einfach keiner gefunden, die Jungs sind in dem Alter wohl alle im Fußballfieber und haben weniger Lust auf Karneval“, kennt Tanja Pasternak den Hintergrund. Lena ist dies (fast) egal, Hauptsache „Eimol Prinzessin zo sin“.

Den Karnevalsvirus hat sie übrigens von ihrem Ur-Opa. Der war nämlich in den 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts eine Karnevalsgröße in Rheinbreitbach.

 

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