Bad Hönningen feiert ein Jahr lang sein Bestehen

 

Ein ganzes Jahrtausend

Seit vielen Monaten bereiten engagierte Bürger von Bad Hönningen das „Jahrtausendereignis“ der Badstadt vor: Die 1000-Jahrfeier. Konrad Hecken, offizieller Schirmherr der Geburtstagsfeiern, lässt im RWN-Interview hinter die Kulissen der Vorbereitungen schauen.

Immer wenn es ums Anpacken geht, ist in Bad Hönningen Konrad Hecken (Zweiter von links) nicht weit. Rechtzeitig zum Jubiläumsreigen hat die „Rentnertruppe“ soeben die englische Telefonzelle in der Badestadt auf Vordermann gebracht.
Bild: Gemeinde

RWN: Herr Hecken, wie wird man eigentlich Schirmherr der Jubiläumsfeier?

Konrad Hecken: Da müssen Sie eigentlich den Festausschuss fragen. Die haben aber in einer Erklärung schon die Antwort gegeben. Demnach sollte es ein waschechter Bad Hönninger sein. Wenn man 53 Jahre lang im Karneval vor Ort mitgemischt hat, jahrelang als Präsident, wenn man 41 Jahre lang bei der Solvey gearbeitet hat, jahrelang im Betriebsrat, dann kennt man sicherlich viele Mitbürger. Aber es ist einfach so, dass ich gerne zupacke. Bevor ich am Rhein langspaziere, mach ich lieber was Sinnvolles.

 

Stimmt es, dass die Vorbereitungen bereits im Jahre 2015 begonnen haben?

Hecken: Ja, und das war gut so. Wie Sie ja wissen, hat uns vor Wochen der plötzliche Tod unseres Festausschussvorsitzenden Reiner Pertzborn geschockt. Wir als Organisatoren versuchen, die Dinge, die Reiner so brillant lenkte, fortzuführen. Das ist nicht einfach, der Arbeitseinsatz der Hauptaktiven war sowieso schon enorm, nun kommen seine Aufgaben noch hinzu – aber wir sind uns einig – wir schaffen das.

 

Wie soll denn das 1000-Jährige gefeiert werden. Mit einer großen Geburtstagsfeier mit prominenten Festrednern?

Hecken: Wir wollen ein ganzes Jahr lang feiern und dies vor allem mit und für Bürger der ganzen Verbandsgemeinde. Die Termine im Festjahr sind daher auch geprägt von den Vereinen. Sie wissen doch, Vereine halten eine Kommune zusammen. Wir haben in Bad Hönningen über 50 Vereine.

 

Wenn Sie vom Fest mit und für Bürger sprechen, dann sei die Frage erlaubt, ob die Idee denn auch auf Resonanz gestoßen ist?

Hecken: Ehrlich gesagt, zunächst kam die Bevölkerung vielleicht eher langsam in Trott. Aber jetzt, wo wir uns auf der Zielgerade befinden, da ist Schwung drin. Wir sind schon alle gespannt auf die Auftaktveranstaltung am 26. Januar mit einer Lichtershow. Gespannt sind wir aber auch auf das Kirchenuhrwerk.

 

Kirchenuhrwerk? Was steckt hinter diesem Schlagwort?

Hecken: Zunächst einmal viele Stunden ehrenamtliche Arbeit. Franz und Stefan Schuhmann, Hans-Joachim Moser und Hans-Josef Weißenfels haben wirklich jede Minute ihrer Freizeit dafür geopfert, das historische Uhrwerk fachkundig zu restaurieren. Bevor das Uhrwerk wieder dauerhaft seinen Platz in der Katholischen Kirche findet, wird es im großen Festumzug am 5. Mai nochmals der breiten Öffentlichkeit präsentiert.

 

Damit haben Sie wohl schon den Termin für da große Geburtstagswochenende verraten. Stehen Sie da nicht am ersten Mai-Wochenende in Konkurrenz zum „Rhein in Flammen“?

Hecken: Im Gegenteil. Uns ist schließlich eine kleine Sensation gelungen. Der traditionelle Schiffskorso zum Rhein in Flammen wird am Samstag, 4. Mai, erstmals in Bad Hönningen gestartet. Was wir jetzt noch brauchen, ist nur das passende Wetter. (fu)

 

 

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