Diskussion um den Wolf geht weiter


Er gehört eben nicht zum Land

Im März ist in einem Gehege bei Leutesdorf tragendes Damwild von einem Wolf gerissen worden. Aktuelle Meldungen über eine Wolf-Attacke in Baden-Württemberg, bei der zahlreiche Schafe zu Tode kamen, haben den heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel nun veranlasst, seine vor einigen Tagen geäußerte Besorgnis noch einmal zu bekräftigen: „Der Wolf ist eine Gefahr für Mensch und Nutztier. Er gehört nicht in eine vom Menschen geschaffene Kulturlandschaft“, stellte Rüddel fest.

Wird nicht nur von Rotkäppchen gefürchtet: Der Wolf spaltet die Gemüter auch im Kreis Neuwied.
Bild: Pixel-mixer

„Der Attacke im Schwarzwald sind nach jüngsten Meldungen mehr als 40 Schafe zum Opfer gefallen. Weiteres Verharmlosen und Verniedlichen der Gefahren durch den Wolf ist unangebracht – ebenso wie die verklärende Romantik vorwiegend aus der grünen Ecke“, fügte Rüddel hinzu.

In den nächsten zehn Jahren werde nach Expertenmeinung, so Rüddel, der Bestand von derzeit etwa 1000 Wölfen in Deutschland auf 15.000 wachsen, wenn nichts geschehe. Da der Wolf in Deutschland keinerlei natürliche Feinde habe, stehe seiner flächendeckenden Ausdehnung nur der Mensch im Wege.

Der Wolf sei im Übrigen in den letzten Jahrhunderten in seiner Art nie vom Aussterben bedroht gewesen. Er habe sich in menschenleere Regionen zurückgezogen. Der Populationsdruck werde aber ohne eine Regulierung so groß, dass der Wolf in einigen Jahren selbst in den Städten wahrgenommen werde.

Massaker im Schwarzwald

Dazu sagte Rüddel: „Kein Zaun für unsere Nutztiere kann hoch genug sein, um sie vor dem Wolf zu schützen.“ Neben Rehen, Rothirschen und Wildschweinen seien auch Schafe, Rinder und Pferde, sowie der Mensch selbst bedroht. „Es hat keinen Sinn, die Augen länger vor der Realität verschließen zu wollen. Wir müssen zu einer Regulierung des Wolf-Bestands kommen. Ich kann nur hoffen, dass die grauenhaften Bilder von dem Massaker im Schwarzwald auch bei denen ein Umdenken bewirken werden, die glauben, mit staatlichen Entschädigungen für Schäfer und andere Tierhalter sei das Problem aus der Welt zu schaffen“, betonte der heimische Bundestagsabgeordnete. (red)

 

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