Wie aus einem Hobby eine Leidenschaft wurde


Erika Wallowsky und ihre Faszination für Ton

Die Arbeit mit Ton ist ihre Leidenschaft. Ob Schalen, Büsten oder Figuren – eines haben Erika Wallowskys Werke gemeinsam: Es sind handmodellierte Originale, die die kreative Hingabe ihrer Schöpferin ausstrahlen.

Erika Wallowsky mit zwei ihrer Figuren in ihrem Garten
Bilder: an

Keramik fasziniere sie seit ihrer Jugend, sagt Erika Wallowsky und erzählt mit leuchtenden Augen von ihrem Heimatdorf Immendorf und der Kiesgrube mit Lehm. Damals war sie sechs oder sieben Jahre alt gewesen, so genau erinnere sie sich nicht mehr. Was sie aber noch genau weiß, ist, dass sie aus einem Klumpen Lehm Gesichter geknetet hat. Ein Nachbar, Imker und Hobbymaler, hatte ihr geholfen, die Gesichter anzumalen.

Doch bis aus diesen Anfängen mehr wurde, dauerte es noch einige Jahre. Nach ihrem Schulabschluss arbeitete sie zunächst bei der Verwaltung der Universitätsklinik Bonn und bis zum Ruhestand bei der Stadt Hennef. Sie heiratete, bekam zwei Töchter und später eine Enkelin. Und irgendwo dazwischen begann ihre Liebe am Gestalten mit Ton Fahrt aufzunehmen.

Die nächste intensive Begegnung mit Keramik hatte Erika Wallowsky 1972, als sie Urlaub in Vallauris, einer Stadt in Frankreich, machte, die für ihre Töpferkunst und ihre Keramik bekannt ist. „Dort sah ich Skulpturen von Picasso und war fasziniert“, sagt die 75-Jährige. Sie nahm Unterricht: „Als ich das erste Mal meine Hand auf einen Klumpen Ton legte, schoss ein Lichtblitz durch meinen ganzen Körper, und ich wusste, das hier ist mein Leben.“ Erika Wallowsky lernte das Handwerk und verfeinerte ihre Kunst immer weiter.

Die ersten Verkäufe stellten sich ein: „Damals brachte ich meine Tonarbeiten zum Brennen in einen Baumarkt. Oft habe ich meine Werke direkt, nachdem sie aus dem Ofen kamen, an begeisterte Mitarbeiter verkauft.“ Immer mehr Menschen waren angetan von den rustikalen, handmodellierten Keramiken mit den verschiedenen Glasurtechniken und eingebrannten Goldauflagen.

Als die Nachfrage weiter stieg, investierte Wallowsky in einen eigenen Brennofen und baute das Souterrain ihres Hauses zum Atelier um. „Wenn ich mich morgens an die Arbeit mache, weiß ich oft nicht, was aus dem Block Ton entstehen wird. Ich lasse mich von dem Gefühl, das der Ton in meinen Händen auslöst, leiten. Manchmal wird es ein Vogel, mal eine lebensgroße Figur oder ein Gefäß.“


Inzwischen hat Erika Wallowsky ihre Werke in verschiedenen Ausstellungen in der Region präsentiert, unter anderem mit dem ehemaligen Künstlerkreis „Viel Schönes“, deren langjährige Vorsitzende sie war. Der Austausch mit anderen Kreativen und mit Kunstinteressierten ist ihr wichtig. „Es ist interessant, die eigenen Werke durch die Augen anderer zu sehen“, sagt sie. Das größte Kompliment, das sie bisher für ihre Arbeiten bekam, machte ihr eine Käuferin: „Ihre Figuren haben eine Seele.“

Wer sich für Erika Wallowskys Arbeit interessiert, kann sie nach vorheriger Anmeldung unter Telefon 0 22 42/7 53 13 in ihrem Atelier besuchen. (an)

 

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