Im Feuerschlösschen in Bad Honnef geht es oft heiß her


Feuriger Folk für bis zu 90 Gäste

Seit über 20 Jahren veranstaltet der Verein „Folk im Feuerschlösschen“ Konzerte mit Musikern aus aller Welt im Foyer des Feuerschlösschens auf dem Gelände des Siebengebirgsgymnasiums in Bad Honnef und bereichert damit das Kulturangebot der Stadt.

Jutta Mensing (vorne links) und ihr Team am Feuerschlösschen in Bad Honnef
Bild: Michael A. Schmiedel

Als die Vereinsvorsitzende Jutta Mensing in den 1990er Jahren aus Schleswig-Holstein nach Bad Honnef kam, gab es dort keine Folklore-Veranstaltungen. Da sie bereits Konzerte organisiert und als ehemaliges Mitglied einer Folkore-Gruppe Kontakte hatte, nahm sie die Sache selbst in die Hand. Auch Mike Kamp, seit der Gründung des Vereins 1998 zweiter Vorsitzender, kennt sich als Herausgeber der Musikzeitschrift „Folker“ gut in der Szene aus.

Kooperation mit Radiosender

Wer im Feuerschlösschen auftritt, entscheiden die beiden Wahl-Honnefer zusammen. „Wir kriegen ganz viele Angebote und dann müssen wir nur auswählen“, freut sich Mensing. Das große Interesse der Musiker sieht sie in der Kooperation mit einem Radiosender, der Mitschnitte anfertigt, begründet. Die Gage hingegen könne kaum der Grund sein, denn die finanziere der gemeinnützige Verein mit derzeit gut 30 Mitgliedern allein durch die Eintrittsgelder. Jeder, der im Feuerschlösschen auftritt, geht damit das Risiko ein, mit wenig Geld nach Hause zu gehen.

Der Großteil der Musiker, die im Feuerschlösschen gastieren, kommt aus Europa, häufig aus Schottland, England oder Irland, aber es sind auch schon Künstler aus Amerika, Südafrika und der Mongolei dort aufgetreten. Am 9. Mai wird der amerikanische Singer/Songwriter Rod MacDonald Freiheitsliedern zum Besten geben.

Zu hören gibt es im Feuerschlösschen, das der Verein mietfrei nutzen darf und in dem maximal 90 Besucher Platz finden, meist Folklore, Weltmusik und Jazz. Die Marmorwände machen es möglich, dort rein akustisch zu spielen – was laut Mensing viele Künstler nutzen. Wichtig ist der Sozialpädagogin, dass die Konzertbesucher am Geschehen beteiligt und die Musik, die Kultur der fremden Länder und die fremden Instrumente erklärt werden. (eg)

 

 

 

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