Verbesserung der Notfallversorgung

 

First-Responder-System startet in Flammersfeld

Die Verbandsgemeinde Flammersfeld richtet ein First-Responder-System oder auch bekannt unter „Helfer vor Ort“-System innerhalb ihres Gebietes ein. Jetzt wurde die Genehmigung der zuständigen Kreisverwaltung in Montabaur erteilt, um ab Januar von der Rettungsleitstelle alarmiert zu werden.

UnbenanntEin First-Responder-System ist eine Einrichtung der kommunalen Selbstverwaltung zur Verbesserung der Notfallversorgung innerhalb der Verbandsgemeinde. In diesem Fall wurde der DRK Ortsverein – Bereitschaft Horhausen – damit betraut, eine solche Gruppe zu installieren. Die Gruppe besteht aus notfallmedizinisch ausgebildeten Personen, die in ihrer Freizeit freiwillig und unentgeltlich als „Vorhut“ des Regelrettungsdienstes zu Notfällen gerufen werden und so das „Therapiefreie Intervall“ vom Auffinden einer Person bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes nochmal verkürzen sollen. Die Helfer-vor-Ort ersetzen nicht den Rettungsdienst, sondern werden zusätzlich zum Rettungsdienst mit alarmiert. Ein First-Responder fährt dann mit seinem PKW zum Notfallort und beginnt mit der Notfallversorgung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Hier geht es nicht um die rettungsdienstliche Vollversorgung, sondern um qualifizierte Ersthelfermaßnahmen.

Unbenannt2


Bilder: VG Flammersfeld

Das Einsatzgebiet der First-Responder schließt die gesamte Verbandsgemeinde ein. Jedoch sollte ein Helfer nicht länger als fünf Minuten zum Einsatzort brauchen. Da dieses System auf Freiwilligkeit beruht, gibt es keinen Rechtsanspruch des Bürgers auf Anwesenheit des First-Responders. Somit kann es sein, dass aus unterschiedlichsten Gründen im Einzelfall kein Helfer vor Ort ist.

Jeder First-Resonder ist in Erste-Hilfe, im Sanitätsdienst sowie in der Wiederbelebung qualifiziert ausgebildet. Die Gruppe besteht aus Mitgliedern von unterschiedlichsten Bereichen. So gehören ihr Mitglieder aus dem Sanitätsdienst, der Feuerwehr, dem Pflege- und Intensivpersonalbereich und dem Rettungsdienst an.

In der jüngsten Besprechung dankte Bürgermeister Josef Zolk dem Verbandsgemeinderat für seine Entscheidung. In seiner letzten Sitzung hatte sich das Gremium einstimmig für die Einrichtung des First-Responder-Systems innerhalb der Verbandsgemeinde Flammersfeld ausgesprochen und entsprechende Mittel für die Ausstattung der Gruppe bereitgesetllt. Weiterhin dankte Zolk den Mitgliedern Mario Pees (Bereitschaftsleiter DRK Horhausen), Holger Mies (Rettungsdienst Horhausen) und André Wollny (Sachbearbeiter VG-Verwaltung), die gemeinsam die notwendigen Vorbereitungen für die Einrichtung des Systems übernahmen. Abschließend sprach er seine große Anerkennung allen Teilnehmern für ihre Bereitschaft aus, sich ehrenamtlich für den Dienst am Nächsten einzusetzen. Zolk wünschte der Gruppe viel Erfolg und hofft, dass durch die Mitglieder möglichst vielen Menschen in Notfallsituationen entscheidend geholfen werden kann.

Die First-Responder-Gruppe beginnt mit zwölf Teilnehmern, die innerhalb der Verbandsgemeinde Flammersfeld wohnen. interessierte Bürger, die ebenfalls in der Gruppe mitarbeiten wollen, sind jederzeit willkommen. Eine fehlende medizinische Ausbildung kann hierbei auch über das DRK Horhausen absolviert werden. Informationen gibt es bei der Verbandsgemeindeverwaltung Flammersfeld unter 0 26 85 / 8 09-121 (Herr Wollny).

 

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.