Fit werden für Piste und Loipe

Rund 40.000 Bundesbürger verletzen sich jährlich auf der Piste – die meisten aus Sorglosigkeit und mangelnder Fitness. Dabei ist ein intensives Training vorab der beste Schutz vor Verletzungen. Besonders empfehlenswert ist eine Mischung aus Kraft- und Ausdauertraining in Sportvereinen oder Fitnessstudios.

Pertisau/Tirol

Wer sich im Wintersporturlaub nicht mit Verletzungssorgen plagen möchte, sollte sich mit einem intensiven Fitnesstraining vorbereiten. Ein solches wird etwa vom Sportpark in Asbach und Windhagen angeboten.
Bild: Pixelio/S. Richter

Körperliche Fitness sei  wie bei anderen Sportarten auch „beim Skifahren von großer Bedeutung. Besonders was die Vermeidung von Verletzungen betrifft, ist sie als präventive Maßnahme sehr effektiv“, weist Jens Uwe Zenker, Trainer im Sportpark Windhagen, darauf hin, dass sich mit der richtigen Vorbereitung auf den Skiurlaub Pannen und Unfälle oftmals vermeiden lassen. „Um richtig Spaß am Skifahren zu haben, sollte man über eine gute Grundlagenausdauer verfügen.“ Zugleich warnt er: „Schnell in zwei Wochen vor dem Skiurlaub noch etwas die Kraft und Ausdauer trainieren reicht definitiv nicht aus.“

Der Sportwissenschaftler empfiehlt eine Kombination aus Ausdauer-, Beweglichkeits-, Koordinations- und Krafttraining über zumindest acht Wochen hinweg: „Das Ganze mindestens zweimal pro Woche, je nach körperlichem Zustand und persönlichem Bedarf. Hierfür machen wir einen intensiven Eingangscheck, besprechen das Ziel und erarbeiten ein ganz spezifisches Trainingsprogramm“, nennt er die Schritte, um fit und mit einem gewissen Maß an Flexibilität, Muskelspannung, Balance-Gefühl sowie Ausdauer in den Skiurlaub reisen zu können.

Ein solches Programm lässt sich beispielsweise in fünf Einheiten pro Woche unterteilen: je zweimal Ausdauer und Kraft sowie einmal Beweglichkeit mittels Milon-Zirkel oder Functional Training. Der Fitnessexperte weiter: „Diese können an fünf oder auch nur an zwei Tagen absolviert werden. Wichtig ist die Regelmäßigkeit.“

Von großer Bedeutung ist weiterhin ein ausgewogenes Verhältnis von Belastung und Erholung. „Wir wollen die Fitness und Leistungsfähigkeit verbessern“, gibt Jens Uwe Zenker die Richtung vor: „Das erreichen wir mit der sogenannten Superkompensation, sprich mit gut aufeinander abgestimmten Erholungs- und Trainingsphasen. Mit ihr ist es möglich, die Leistungsfähigkeit schnell über das ursprüngliche Maß hinaus zu steigern und über einen bestimmten Zeitraum auf dem erreichten Niveau zu halten.“

Körperlich so vorbereitet heißt es dann im Skiparadies, das sportliche Pensum nach und nach zu erhöhen, damit das Skifahren zu einem gesunden Vergnügen wird.

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