„Frau Jaschke“ bringt die Leute zum Lachen

Wer den Etscheider Karneval kennt, der hat auch schon Bekanntschaft mit „Frau Jaschke“ gemacht. Diese „lossläddische“ Frau im blauen Kostüm, die immer auf der Suche nach einem Mann ist. 

Frau Jaschke

Frau Jaschke ist aus dem Etscheider Karneval nicht mehr wegzudenken.
Bild: Presseagentur Funk

Wenn Frau Jaschke, hinter der sich eigentlich Herbert Wagner aus Ehrenberg verbirgt, die Bühne im Vereinshaus der Karnevalsgesellschaft „Ewig Jung“ in Etscheid betritt, dann sind Lachtränen vorprogrammiert. Die Leute lieben Frau Jaschke, die alles und jeden mit Vorliebe durch den Kakao zieht und am liebsten über die Männer im Elferrat lästert.

Herbert Wagner liegt der Karneval einfach im Blut, schon seine Tante, Renate Schützeichel, ging in Etscheid in die Bütt.  Früher schlüpfte Herbert Wagner in unterschiedliche Rollen, irgendwann fiel ihm das blaue Damenkostüm in die Hände. Dies war die Geburtsstunde der „Frau Jaschke“. Sie hat übrigens nur geringfügige Ähnlichkeiten mit der Kabarettisten „Marlene Jaschke“, alias Jutta Wübbe. „Frau Jaschke hätte auch genauso gut Müller oder Schmitz heißen können“, sagt Herbert Wagner.

Das ganze Jahr über sammelt er Ideen für seinen Auftritt, gute Witze und vor allen Dingen auch Ereignisse aus dem Leben in Etscheid und den Nachbardörfern oder politische Geschehnisse dienen ihm als wichtige Grundlage. „Die schrillsten Geschichten schreibt immer noch das Leben. Wenn das Ortsschild schief steht, dann muss man im Karneval war daraus machen“, sagt er. Und so gehen dem passionierten Karnevalisten nie die Ideen für seine Auftritte in Etscheid, Limbach oder Neustadt aus.

„Sehr gut kommen auch immer personenbezogene Reden an“, weiß er aus Erfahrung zu berichten. Da muss sich auch schon mal der ein oder andere Vertreter aus dem öffentlichen Leben schön warm anziehen, wenn Frau Jaschke mit ihren Lästereien einmal loslegt. Und das kann sie so gut, dass ihre Zuhörer nie genug davon bekommen können. Sie lieben es einfach, wenn Frau Jaschke mit ihrem Schlachtruf „Aaaaaatacke“ den Angriff auf die Lachmuskeln ankündigt und ab und an ein Schnäpschen aus ihrer Handtasche zaubert. Oftmals muss Frau Jaschke gar nichts sagen – schon ihre Mimik und Gestik sprechen für sich.

„So lange ich den Nerv der Zeit treffe und mich die Leute so wollen, gehe ich in die Bütt“, meint Herbert Wagner. Warum gerade das Büttenreden sein großes Hobby ist, begründet er so: „Der eine spielt Fußball, der andere singt und ich gehe in die Bütt“.

Belohnt für die wochenlangen Vorbereitungen und das Proben wird Herbert Wagner übrigens mit jeder Menge Beifall. „Man steht da und sieht immer wieder in lachende und freudige Gesichter. Das spornt immer wieder an.“ So sehr, dass Frau Jaschke sogar ein Rad schlägt, wenn die Leute im Saal eine Rakete für sie steigen lassen.

Mehr zum Karneval im RWN-Land: rwn24.de/karneval/

 

 

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