Städtepartnerschaften sind auch im RWN-Land gang und gäbe


Freundschaften auf kommunaler Basis

Freundschaften, aus Anlass des jüngsten internationalen Tages der Freundschaft das Schwerpunktthema dieser Ausgabe, gibt es nicht nur zwischen Menschen, sondern auch zwischen Orten. Viele Städte und Gemeinden im RWN-Land unterhalten Städtepartnerschaften auf nationaler und internationaler Ebene.

Partnerschaften mit französischen Städten, wie die der Rengsdorfer mit Saint-Pierre-le-Moûtier, sind in der RWN-Region weit verbreitet. Die Rengsdorfer Delegation konnte mit ihren Freunden jüngst nicht nur den Nationalfeiertag am 14. Juli, sondern gleich auch noch die neuen Fußball-Weltmeister feiern.
Bild: Rolf Weingarten

Im Juni 2005 entwickelte sich aus der 1980 begonnenen, losen Freundschaft zwischen den Städten Unkel und Kamen – auf Initiative des im Juli aus dem Amt geschiedenen Kamener Bürgermeisters Hermann Hupe hin – eine offizielle Partnerschaft. Seither veranstaltet die Stadt Kamen jedes Jahr eine eintägige Bürgerfahrt zum Unkeler Wein- und Heimatfest.

Eine Woche später, am 8. September, geht es in die andere Richtung: Im Rahmen ihrer Bürgerfahrt besuchen Unkeler unter anderem den Hansemarkt in Kamen. Zudem werden die Teilnehmer mit der neuen Kamener Bürgermeisterin Elke Kappen und Gästen aus der französischen Partnerstadt Montreuil-Juigné zusammenkommen.

Freundschaft im Geiste Adenauers

Über den internationalen Freundschaftsring der Stadt Kamen knüpft Unkel übrigens auch Beziehungen zum israelischen Eilat, französischen Montreuil-Juigné, türkischen Bandirma, polnischen Sulecin und zum deutschen Beeskow.

Die Stadt Bad Honnef pflegt Städtepartnerschaften mit dem französischen Berck-sur-Mer, mit Wittichenau in der Oberlausitz, mit dem italienischen Cadenabbia – dem langjährigen Urlaubsort von Konrad Adenauer – und mit der schwedischen Stadt Ludvika. Erst im Juni sind Bürgermeister Otto Neuhoff und eine Delegation des hiesigen Partnerschaftskomitees nach Berck-sur-Mer gereist. Die Franzosen hatten zu einem Kunstwochenende eingeladen und in einer Ausstellung Werke von Künstlern aus Berck-sur-Mer, Bad Honnef und dem englischen Hythe, einer weiteren Partnerstadt von Berck-sur-Mer, gezeigt.

Während des Besuchs wurde ein Städtepartnerschaftsbaum an der Avenue Quettier gepflanzt. Die amerikanische Roteiche soll daran erinnern, dass die Partnerschaft im Lauf der Jahre stetig wächst und sich festigt.

Zwischen Königswinter und dem britischen Seebad Cleethorpes besteht seit 1974 eine Städtepartnerschaft. 1989 kam die südwestfranzösischen Stadt Cognac dazu. 2019 feiert diese Partnerschaft also ihr 30-jähriges Jubiläum. Da die Franzosen in diesem Sommer am Rhein zu Gast waren, wird es in Cognac stattfinden.

Partnerschaft in Stein gemeißelt

Die Stadt Hennef unterhält heute drei Städtepartnerschaften, mit dem britischen Banbury, dem französischen Le Pecq sur Seine und dem polnischen Nowy Dwór Gdanski. Seit März 2005 ziert eine der Städtefreundschaft gewidmete Granitstele des Hennefer Steinmetzes Edmund Heller einen Park in Le Pecq.

Die Gemeinde Eitorf ist mit der französischen Stadt Bouchain und dem englischen Halesworth verbandelt. Darauf weisen der „Bouchainer Platz“ und der „Halesworth Path“ in Eitorf hin. Im Juni war auf Einladung des Twinning Clubs eine kleine Gruppe des Vereins „Städtepartnerschaft Eitorf“ in Halesworth zu Gast.

Die Verbandsgemeinde Altenkirchen unterhält seit Juni 1972 eine Partnerschaft zu der französischen Stadt Tarbes sowie seit 1997 zu der polnischen Gemeinde Olszanka. Derzeit noch keine Partnerstadt hat die benachbarte Verbandsgemeinde Asbach. In der Verbandsgemeinderatssitzung vom 8. März wurde jedoch beschlossen, Kontakt mit der US-amerikanischen Stadt Moline aufzunehmen. Der Ort im Bundesstaat Illinois ist der Firmensitz der John Deere AG, der die Windhagener Wirtgen Group seit 2017 angehört.

In Asbach hofft man, mit einer solchen Partnerschaft die Mitarbeiter sowie die politisch Verantwortlichen näher aneinander heranzuführen und ein Gemeinschaftsgefühl zu erzeugen. Spruchreif sei allerdings noch nichts, weiß Cornelia Hartung von der Verbandsgemeinde Asbach.

Seit 2005 ist Saint-Pierre-le-Moûtier in Burgund die Partnergemeinde von Rengsdorf. Der Anfang 2006 gegründete „Freundeskreis Rengsdorf-St. Pierre“ setzt sich dafür ein, die Freundschaft zu pflegen und zu fördern. Als eine Delegation von Rengsdorfer Bürgern Mitte Juli in der Partnerstadt zu Gast war, konnte man mit den französischen Freunden nicht nur den französischen Nationalfeiertag am 14. Juli feiern, sondern einen Tag später auch den Sieg der französischen Nationalelf bei der Fußball-WM.

Eine deutsch-französische Freundschaft pflegen auch Bad Hönningen mit Saint Pierre lès Nemours, Rheinbrohl mit der Gemeinde Bourcefranc am Atlantik und Linz mit Pornic. Die Linzer sind es auch, die die längste Erfahrung in Sachen Städtefreundschaft aufweisen: Schon 1920 knüpfte die Bunte Stadt am Rhein einen festen und bis heute bestehenden Kontakt zum österreichischen Linz an der Donau. Eine weitere Freundschaft besteht mit dem US-amerikanischen Marietta und mit Linz in Sachsen ein Freundschaftsvertrag. (eg)

 

 

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