Für den Erhalt der Streuobstwiesen

In der Region wurden in den letzten Jahren viele lokale, zum Teil noch nicht bestimmte Obstbaumsorten gefunden. Seit nunmehr fünf Jahren werden von Mitgliedern des Arbeitskreises für Natur- und Umweltschutz Asbacher Land Anual Obstsortengärten angelegt, in denen ebendiese alten Sorten  erhalten werden. Der erste Beigeordnete und künftige Neuwieder Landrat Achim Hallerbach sowie Ina Heidelbach und Hans-Peter Job von der Unteren Naturschutzbehörde haben sich jüngst vor Ort über die Arbeit des Anual informiert.

Der künftige Landrat Achim Hallerbach sowie Ina Heidelbach und Hans-Peter Job von der Unteren Naturschutzbehörde haben sich vor Ort über die Arbeit des Anual informiert.
Bild: privat

„Aufgrund der fachlichen Qualifikation und des großen Engagements des Anual ist es absolut zielführend, wenn Kompensationsmaßnahmen des Kreises in diese Projekte einfließen“, betonte Hallerbach und ergänzte: „Schließlich sind die Streuobstwiesen rund um die Ortschaften des Asbacher Landes  Kulturgut und landschaftsprägend. Das gilt besonders für hochstämmige Obstbäume mit Ihren großen Kronen.“

Bereits über 200 Bäume haben Anual-Mitglieder „auf vereinseigenen Flächen gepflanzt, überwiegend alte und lokale Sorten“, erklärte der Anual-Vorsitzende Robert Klein. Ina Heidelbach erinnerte daran, dass damit sowohl wertvolle Biotope mit Ihrer hohen Artenvielfalt erhalten werden wie auch wertvolle Eigenschaften der Bäume wie zum Beispiel Krankheitsresistenzen. Die Spezialisierung auf einige wenige Standardsorten habe den Verlust der genetischen Vielfalt zur Folge. Die Obstsortenerhaltung könne so dem Obstbau künftig sehr nützlich sein.

Natürlich geht der Anual diesen Weg weiter: Im März wurden Edelreiser alter Sorten für 100 Obstbäume zu Baumschulen gebracht, die sie dann auf geeigneten Unterlagen veredeln. Und auch zukünftig werden nicht nur auf vereinseigenen Flächen, sondern auch auf privaten Wiesen  und Gärten von Obstbaumfreunden Bäume gepflanzt.

Wer also künftig heimische Obstbäume wie Aegidienberger Seidenhemdchen, Etscheids Butterbirne oder Mirakosa langfristig in seinem Garten pflegen möchte, kann sich gerne an den Anual wenden. Neben der Anleitung zum richtigen Pflanzen kann der Arbeitskreis dank Unterstützung des Kreises Pflanzpfahl, Wühlmausschutzkörbe, Draht zum Verbissschutz und Anbindekordel kostenlos zur Verfügung stellen.

Weitere Informationen: www.anual-ev.de (red)

 

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