Für die Ältesten der Gesellschaft

Die Seniorenvertretung der Stadt Bad Honnef sieht ihre wichtigste Aufgabe darin, durch Verbesserungen der Lebensverhältnisse älterer Menschen Bad Honnef noch seniorenfreundlicher zu machen und hat zur Erreichung dieses Ziels schon einige Arbeitsschwerpunkte festgelegt.

Bild: Coombesy

In der jüngsten Sitzung wurden mehrere in der Juli-Sitzung vorgeschlagene Aktionen und Projekte erneut diskutiert beziehungsweise neue Ideen eingebracht. Vorsitzender Dr. Hans-Christoph Anders zeigte sich besonders erfreut darüber, dass das Projekt „Nette Toilette“ und die Erleichterung des Zugangs zur Insel Grafenwerth nach positiven Voten des Ausschusses für Bildung, Sport, Kultur und Soziales auf gutem Weg sind. Er rechnet fest damit, dass nach der von Bürgermeister Neuhoff zugesagten Unterstützung auch der Stadtrat beiden Vorhaben in seiner nächsten Sitzung zustimmt und dann bald mit der Umsetzung begonnen werden kann. Zum Projekt „Nette Toilette“, mit dem älteren Menschen der freie Zugang ohne Verzehrverpflichtung zu Toiletten in Gastronomiebetrieben der Innenstadt ermöglicht werden soll und das es als wichtiger Beitrag zu mehr Lebendigkeit der Innenstädte mittlerweile in rund 250 deutschen Kommunen gibt, berichtete Gretel Stein, Mitglied der Seniorenvertretung, in der Sitzung über ihre Recherchen in Brühl und Wesseling.

Der barrierefreie Zugang zur Insel Grafenwerth per PKW soll durch Ausgabe von Chips an örtliche Taxibetriebe zur Öffnung der Poller in der Auffahrt ermöglicht werden.

Ferner wurde beschlossen, den Bürgermeister zu bitten, auch künftig Innenstadtrundgänge zur Feststellung reparaturbedürftiger Straßen und Bürgersteige unter Beteiligung der Seniorenvertretung durchzuführen und daran auch die örtliche Polizei zu beteiligen. Besonders begrüßt wurde die Zusage des Bürgermeisters, kurzfristig den Zugang vom Rathausplatz zum Kirchplatz durch die Installation einer Rampe zu erleichtern.

Weiteres Thema war die Stärkung des ehrenamtlichen Engagements in Bad Honnef durch eine personelle Aufstockung des dafür schon seit 15 Jahren bestehenden Arbeitsbereichs der Freiwilligen-Agentur des Kreises im Rathaus. Diskutiert wurde die Herausgabe einer Publikation mit Übersichten über bereits bestehende Angebote und Ansprechpartner nach dem Beispiel des Forum Ehrenamts in Königswinter. Die Seniorenbeauftragte Iris Schwarz wies auf eine Veranstaltung zum Thema Ehrenamt am 20. Januar 2020 im Rathaus hin, von der man sich weitere Anregungen für Bad Honnef verspricht.

Susanne Langguth, Mitglied der Seniorenvertretung, berichtete über ihre Recherchen über das in mehreren Städten bestehende Projekt „Gemeinsam statt Einsam“, das darauf abzielt, unter Einsamkeit leidenden älteren Menschen Kontaktangebote zu vermitteln. Auch hier bietet sich zunächst eine Erfassung schon bestehender Angebote, wie etwa Besucherdienste und Mittagstische von Kirchengemeinden und Wohlfahrtsorganisationen, an. Am Beispiel der Gemeinde Neuried in Bayern berichtete Susanne Langguth über die Aktion „Hilfe im Haushalt für Senioren“. Sie wurde mit weiteren Recherchen über die dortige Praxis beauftragt.

Nach einem Bericht von Lieselotte Zastrow, stellvertretende Vorsitzende der Seniorenvertretung, über die Gründung des Fördervereins zur Unterstützung der Arbeit der Seniorenvertretung ermunterte Dr. Anders die Mitglieder der Seniorenvertretung, im Freundes- und Bekanntenkreis kräftig um Mitglieder und Spenden für den Verein zu werben.

 

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