„Für meine Mutter war es anfangs ein Schock“

Fußball ist längst keine Männerdomäne mehr. Viele Mädchen und junge Frauen haben den Reiz dieses Spiels entdeckt und kicken aktiv in Vereinen. Wie Maike Stauf (23) und Yasmin Ünaler (21) vom SV Rheinbreitbach. In der RWN schwärmen sie über ihre liebste Freizeitbeschäftigung.

Damenfußball SV Rheinbreitbach

Maike Stauf und Yasmin Ünaler kicken beim SV Rheinbreitbach.
Bild: H.-W. Lamberz

Yasmin: Das war mein Bruder. Anfangs haben wir noch auf der Straße gespielt, aber ich wollte immer in einen Verein.

Maike: Ich habe schon in der Schulmannschaft mit Freundinnen gekickt – und mir war auch immer der Fitness-Aspekt wichtig.

 

Wie haben Familie und Freunde darauf reagiert?

Maike: Da ich früher sogar Gardetanz gemacht habe, war Fußball für meine Mutter anfangs sogar ein Schock.

Yasmin: Na ja, da kam schon oft die Frage „Was, Du spielst Fußball?“

 

Wie ist das mit den Jungs im Verein – wie reagieren die auf kickende Mädchen?

Maike: Ach, die meisten waren positiv von unserer Leistungsstärke überrascht. Man wird schon anerkannt.

 

Kann man Frauen- und Männerfußball miteinander vergleichen?

Yasmin: Nein, eigentlich nicht. Klar sind Jungs schneller und robuster, aber dafür steht bei uns der Teamgedanke absolut im Vordergrund.

 

Ihr werdet von Patrick Werbitzky trainiert. Wäre Euch eine Frau lieber?

Maike: Ich finde es so besser. Vielleicht hat man vor einem Mann auch mehr Respekt.

Yasmin: Könnte sein, dass man sich mit einer Trainerin eher auf eine Diskussion einlässt.

 

Und wie ist das Verhältnis der Spielerinnen untereinander – Stichwort Zickenkrieg?

Yasmin: Wir sind ein tolles Team, so richtig kotzen wir uns gar nicht an.

Maike: Und wenn, dann ist unter der Dusche alles vorbei und vergessen.

 

Schminkt Ihr Euch vor Spielen?

Yasmin: Natürlich, das gehört für mich zur Vorbereitungsroutine.

 

Ihr studiert beide, spielt beim derzeitigen Tabellenführer der Bezirksliga Ost. Werdet Ihr weitermachen?

Maike: Ich denke schon, wir sind beide sehr ehrgeizig, was den Fußball angeht.

 

Und Eure Partner?

Yasmin: Unsere Freunde sind beide auch Fußballfans. Das ist auch Bedingung. Wer nichts vom Fußball versteht, hätte bei uns keine Chance.

 

Mehr Frauen-Power aus der Region gibt es hier.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.