Bei der Aktion „Bad Honnef summt!“ stand der Bienenschutz im Fokus

 

Gemeinsam für mehr Nachhaltigkeit

Zukunft Erde: Im Rahmen der diesjährigen „Europäischen Nachhaltigkeitswoche“ und der deutschen „Aktionstage Nachhaltigkeit“ drehte sich in Bad Honnef alles eine Woche lang alles um Ressourcen-Schonung und nachhaltigen Konsum. Dabei setzten die Stadt Bad Honnef, die Bad Honnef AG, das Abwasserwerk, die Internationale Hochschule IUBH sowie einige Schulen und Kitas als Partner des lokalen Netzwerkes „Bad Honnef lernt Nachhaltigkeit“ zahlreiche Projekte rund um den Bienenschutz um.

Die Aktion „Bad Honnef summt!“ war eine von 2.531 Initiativen, die von Ende Mai bis Anfang Juni bundesweit durchgeführt wurden, darunter auch die „Aktionstage Nachhaltigkeit“, deren Ziel es war, vorbildliches gesellschaftliches Engagement in ganz Deutschland sichtbar zu machen, öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema Nachhaltigkeit zu wecken und mehr Menschen zu nachhaltigem Handeln zu bewegen.

In Anbetracht der alarmierenden Zahlen zum Status quo der Wildbienen in Nordrhein-Westfalen, entschied man sich innerhalb des Netzwerkes dafür, diese emsigen Insekten in den Fokus des Engagements zu rücken.

Kinder der Grundschule St. Martinus befestigten eines der selbstgebastelten Insektenhotels.
Bilder: IUBH

Dass von den etwa 450 Wildbienenarten im bevölkerungsreichsten Bundesland über die Hälfte bereits auf der Roten Liste stehen, dafür machen Experten in erster Linie die moderne, intensive Landwirtschaft und den rigorosen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verantwortlich. Weil aber auch die privaten Gärten und öffentliche Grünanlagen an einer Verarmung der ursprünglich vorhandenen Vielfalt an Nischen und Biotopen leiden, setzte das Projekt „Bad Honnef summt“ exakt an diesem Punkt an. Es soll dazu dienen, in Zusammenarbeit mit Bürgern, Geschäftsinhabern und Institutionen überall in der Gemeinde blühende Anlagen und geeignete Strukturen für Insekten entstehen zu lassen.

Den Anfang machten Schüler der Grundschule Sankt Martinus und der Schule Schloss Hagerhof aus Bad Honnef, sowie der Drachenfelsschule in Königswinter auf dem Gelände von Schloss Hagerhof. Sie alle waren eingeladen worden, sich Gedanken über den Schutz der Biodiversität zu machen. Daraus entstanden ist ein Naturparadies, das zur Nachahmung an anderer Stelle empfohlen wird, weil es wie geschaffen ist für die seltener werdenden Arten. So ist beispielsweise das große Insektenhotel mit dem Namen Schloss Hummelhof gleichzeitig Winterquartier und Kinderstube für viele nützliche und interessante Insekten.

Des Weiteren wurden Wildbienen-Nisthilfen gebaut und ein Mini-Buch über das Leben der Honigbiene verfasst. Auch eine Ausstellung zum Thema Wildbienen und ökologische Landwirtschaft wurde geschaffen. Auf dem Gelände der IUBH Internationale Hochschule wiederum installierten rund 50 Grundschulkinder der KGS Sankt Martinus ihre selbstgebastelten Bienen- und Ohrwürmerhotels in Bäumen und dem IUBH-Weinberg. Die Studierenden der IUBH halfen den Kindern, die Insekten-Unterkünfte im Park mit Draht zu befestigen. Darüber hinaus wurden laminierte Erklärungen in deutscher und englischer Sprache zur Information und als Anreiz zur Nachahmung für Studierende und Spaziergänger aufgehängt. (imr)

 

 

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